Die Fa. Engelbrechtsmüller Rauchfangkehrermeister und Heizungsservice aus Waidhofen an der Ybbs, Preisträger des österreichischen und des europäischen EMAS-Preises sowie des ASRA-Preises 2005, hat ihren zweiten Nachhaltigkeitsbericht mit dem poetischenn Namen „Herzblut“ Ende September veröffentlicht.
Wie der Name des Berichtes schon andeutet, geht es in diesem Bericht um Emotion, was einen neuen und diskussionswürdigen Ansatz darstellt.
Emotion, die vor allem durch die kontroversiellen Bilder und die aufrüttelnden Worte im Vorwort, in dem es unter anderem heißt „…Es ist nicht genug, weil nichts mehr geht, wenn die Lebensader, an der wir alle hängen, durchtrennt ist“, erzeugt wird.
EMAS-Wald - ein Beispiel
Peter Engelbrechtsmüller, Eigentümer und Geschäftsführer des Unternehmens, der schon mit Aktionen wie dem EMAS-Wald (Pflanzen eines Baumes für jedes Kundengespräch über erneuerbare Energien bzw. jede auf erneuerbare Energien umgestellte Heizung) aufhorchen ließ, will mit seinem neuen Bericht bewegen und sagt, befragt zur Zielsetzung des Berichtes:
Mission & Vision
„Seit unserem ersten Nachhaltigkeitsbericht im Jahr 2004 sind hunderte schöne und gute Berichte anderer Unternehmen erschienen, die wie wir damals nur das positive Engagement der Berichtsersteller herausstreichen. Aber die Welt ist dadurch nicht nachhaltig besser geworden. Es ist nicht genug, das ist auch das Motto unseres neuen Berichtes, weil wir uns mit unseren Nachhaltigkeitsberichten nur ein gutes Gewissen schaffen, aber zu wenig Taten setzen. Wir wollen jetzt aufrütteln, die Politik, die Bürger und die Wirtschaft.“
Ob Engelbrechtsmüller mit diesem Bericht etwas verändern kann, wird man erst sehen. Peter Engelbrechtsmüller: "Erst, wenn auch die zuständige Politik und die Verantwortlichen in diesem Land mit ihrem Herzblut Taten setzen, dann können gemeinsam nachhaltige Veränderung eingeleitet werden."
Kommentar
An diesem Bericht zeichnet sich, wenn auch im kleinen Maßstab, eine neue Tendenz bei Unternehmen ab, die sich mehr und mehr wie zivilgesellschaftliche Organisationen verhalten und eine gesamtgesellsclaftliche Veränderung anstreben. Diese neue Tendenz ist schon mehrfach in den Glocalist Medien besprochen worden, wonach Unternehmen mehr und mehr als Teil der Zivilgesellschaft - und nicht wie bisher tradiert in Opposition zur Wirtschaft - zu verstehen sind. Dieser Bericht ist ein weiteres Indiz dafür.







