Max Bills endlose Treppe ist das eine Bild, welches Blochs „Prinzip Hoffnung“ künstlerisch zu manifestieren versuchte. Dort findet man auch These, wonach der Hunger und nicht der Libido die Grundkraft sein. Dem Prinzip Hoffnung stellt Jonas schließlich das Prinzip Verantwortung gegenüber, was sich in Andreas Maislingers Haus der Verantwortung manifestierte.
Zwei sehr typisch europäische Ideen, wichtig, ernst und solide ausgearbeitet, mit theoretischen Fundamenten ausgestattet, die es erlauben philosophische Diplomarbeiten für Stundenten/innen aus zehn Universitäten auszustatten.
Beide Begriffe sind so ideengeschichtlich gegeneinander geworfen. Beide sollte wieder zusammengedacht werden, denn in der Praxis „draußen“ laufen diese beide Ideen als gefühlte Grundstimmungen – vor allem im wirtschaftlichen Bereich – munter zusammen und schaffen neue Perspektiven: Sie hören auf verschiedene Namen wie Social Entrepreneur, Sociopreneur, verantwortliche Unternehmen, nachhaltige Unternehmen, LOHAS, Neo-Ökos und viele schöne Neo-Logismen mehr. Und der jüngste Cover des Rolling Stone Magazine bringt fast unbeabsichtigt, beide Dimensionen zusammen: „The Machine of Hope“
Doch es fehlt hier die gemeinsame Vision noch, der gemeinsame Gedanke wie Strategie, die quasi theoretische Grundlegung, denn diese neu aufkommenden „Akteure“ verspüren zwei Drehmomente sehr stark in sich: Einerseits Hoffnung, andererseits Verantwortung, ohne beides auf dem Niveau europäischer Philosophietradition zusammengedacht zu haben.
Den „goldenen Bogen“ hier zusammenbringen, wird nicht alleine durch fast schon sozialpädagogisches Workshopgeschnatter zu Wege kommen, wenn es auch den notwendigen emotionalen Boden darstellt und nicht gering geschätzt werden soll, aber es braucht nun eine konzeptionelle Zusammenführung, aus der dann einerseits klarere Kriterien für Nachhaltigkeit, CSR und soziale Gerechtigkeit sich herauskristallisieren, andererseits damit endlich die vielen PS auf die Strasse gebracht werden können.
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