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WIRTSCHAFT

 

Pow Wow Web 2.0. im Zeichen von Wandel für Nachhaltigkeit


Berlin (16.6.08): Berlin ist seinem Ruf als Hauptstadt der WeltverbesserInnen dieses Wochende im selhub (Berlin Kreuzberg) gerecht geworden. Im 1. Socialcamp versammelten sich Interprofis, Social Entrepreneurs, NGOs und Bewegte, um das Potential von Web 2.0. für den Wandel im Zeichen der Nachhaltigkeit auszuleuchten.

Es bewegt sich was strukturell in Deutschland in Sachen gesellschaftlich verantwortliches Unternehmertum Engagement für Nachhaltigkeit und Social Entrpreneurship. Nach den vielbeachteten Konferenzen zu LOHAS (Lifestile of Health and Sustainability) in Frankfurt und Berlin (sh. Bericht auf Glocalist Daily News >> www.glocalist.com/index.php ) dem EnviComm Forum zu CSR in Stuttgart (sh. Bericht auf Glocalist Daily News >> www.glocalist.com/index.php ) hat nun Berlin ein zweites Mal mächtig aufgeschlagen und kein Ort scheint sich besser dafür in Berlin zu eignen als das selfhub (>> www.selfhub.de ), das Ort sein will für eben jene neue Szene an der Schnittstelle zwischen zivilgesellschaftlichen Engagement und neuem Unternehmertum im Zeichen des Wandels für Nachhaltigkeit.

 

Gemeinsamer Hintergrund sind die Ideen von Yunnus bzw.von ihm inspiriertes Handeln. Die Stimmung darf man als hoch motiviert und von solider wechselseitigen Wertschätzung getragen beschreiben. Im Zentrum stand die Frage, wie das Internet in Verbund mit den bekannten Methoden zur Mobilisierung dienen kann, was vor dem Hintergrund eines Erfolges wie Al Gore oder Obama nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. In den Diskussion kam aber auch klar heraus, dass nur ein Web 2.0 dies wird nicht heben können, es braucht hier eigentlich Organisationen 2.0. und Medien 2.0. In den diversen Ganggesprächen wurde vor allem folgende Fragen thematisiert: Philosophie und Nachhaltigkeit, Realisierung von Nachhaltigkeit und Schließung von Wertschöpfungsketten.

 

Kumulativ haben sich rund 200 Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Orten - von München über Köln, Frankfurt a. Main bis Hamburg und natürlich Berlin -, aber mit Kompetenzschwerpunkt Internet, versammelt, um sich zu vernetzen, konkrete Projekte und neue Initiativen vorzustellen sowie neue wirtschaftliche Kollaborationsformen zu finden. Auffallend war, dass Berater kaum und relativ wenige NGOs anwesend waren. Letzteres wurde auch in einigen Workshops thematisiert. Tenor war, dass man NGOs als "die da oben" empfand, erstarrt im eigenen Bürokratismus und als zu wenig beweglich. In der Abschlusssession des Socialcamps verständigte man sich aber dahin, massiv auf die NGOs zugehen zu wollen verbunden mit der Absicht, ein weiteres Socialcamp durchführen zu wollen. Als erster Schritt dahin wird es einen 1. Stammtisch Socialcamp am 1. Juli im taz-Cafe geben.

 

Der thematische Bogen - unterlegt mit der Methode des barcamp, eine Mischung aus open space und permanenter Kaffeepause - spannte sich so von der Vorstellung des Ashoka Jugendnetzwerks, der Freiwilligen-Plattformen helpedia.org , des open movement Projekts Bäume setzen, um den Klimawandel einzubremsen von wikiwoods.org, von neue Formen des online Fundraisings und Spendensammelns von www.betterplace.org und netzwirken.net oder des Versuches ein Netzwerk für soziale Bewegungen auf die Beine zu stellen wie menschcoop.de , von der Aktion Knutschen für den Weltfrieden auf der Charity Aktionsplattform elargio.de , des Politikblogs alles-was-gerecht-ist.de , des VerbraucherInnneportals www.ecochoice.de , die NGO-Gründungsplattform weltretter.org oder des Web 2.0. Kampagnenzentrums www.campact.de sowie thematische Diskussionen wie beispielsweise zu politischer Konsum, Schwarmintelligenz, Blogs für Kultur- und Kunstschaffende wie www.kultur-projekte.net , aber auch hochtechnische workshops wie zu neuen Standards für RSS-Feed oder IT und IT-Strukturen für soziale Bewegungen.

 

Alle Projekte werden in in einer laufenden Serie von den Glocalist Medien im wöchentlichen E-Journal Glocalist Review vorgestellt werden (Beiträge an: officeglocalist.com) sowie wird eine umfassende Dokumentation sich auf der Socialcamp-Website socialcamp.mixxt.de in den nächsten Tagen finden.

 

In Summe, ein mehr als gelungener Einstand einer hoch engagierten und kompetenten Webcommunity, die ihre eigentliche Stärke wohl in den nächsten Monaten entfalten wird und von der man nun auch in Deutschland bald wird deutlich hören.

 

Gefördert wurde die Veranstaltung durch die Bundeszentrale für politische BIldung, www.oneaim.org und www.mymuesli.de. Medienpartner waren/sind u.a. Glocalist Medien und die taz.

 

 

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