Anzeige
Sonntag, 1. August 2010 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Krise bei Fairtrade?


Wien (6.6.07): In drei Jahren drei Geschäftsführer. Georg Gruber verließ Fairtrade mit 1. Juni als Geschäftsführer. Zur Fairtrade-Praxis erheben verschiedene Organisationen Kritik.
Es sollten eigentlich die Alarmglocken läuten, wenn drei Geschäfstführungen in drei Jahren kommen und gehen.

In der Presseaussendung heißt es etwas dürr: "Georg Gruber wird die Position als Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich per Ende Juni 2007 aus persönlichen Gründen abgeben."

Sein Wechsel zu einem Raiffeisen-Unternehmen ist fix wie auch, dass er weiterhin als Berater FAIRTRADE verbunden bleiben will.

Unter der Ära Gruber konnte im Jahr 2006 das Handelsvolumen um 63% (auf insgesamt Euro 42 Millionen) gesteigert werden. "FAIRTRADE Österreich hält an der bisher eingeschlagenen Wachstumsstrategie fest, wobei die Glaubwürdigkeit des Labels weiterhin oberste Priorität hat.", so Fairtrade.

Glaubwürdigkeit & Kritik

Gerade die Frage der Glaubwürdigkeit hat Transfair, und damit auch dem Fairtrade-Gedanken, schwere Kritik von beispielsweise ATTAC Deutschland eingetragen, als beispielsweise Transfair einen Handel mit LIDL oder Air Berlin abschloss (sh. Bericht auf Glocalist Daily News >> www.glocalist-review.com/index.php ) oder es sei an die Chiapas-Kaffe-Kampagne aus 1999 erinnert, wo Transfair und vor allem die Zertifizierungsorganisation unter schwere Kritik kamen (>> www.fau.org/kaffee/html/pe2d.html ) oder die Vereinbarung mit Nestle aus dem Jar 2005. Aktuell erhebt der Journalist Jan Braunholz in seinem Artikel "Wettlauf um die braune Bohne" schwere Vorwürfe gegen Transfair. Er schreibt:

"Auch in Chiapas regt sich Widerstand, aber nicht gegen die Kaffeekonzerne, sondern gegen die "Fair Label Organisation" und deren deutschen Ableger Transfair. Die niedrigen Abnahmepreise und die hohen Gebühren von FLO und der Bio-Zertifizierungs-Organisation CERTIMEX (Certificadora Mexicana de Productos y Procesos Ecologicos) machen den Kooperativen zu schaffen. Noch mehr Angst macht den Kleinbauern die Idee von FLO, auch die Großgrundbesitzer in den Fairhandel einzubeziehen. Dies und der Eindruck, dass FLO sich zunehmend Großkonzernen annähere, führt zu einem immer stärkeren Vertrauensverlust bei Produzenten und Konsumenten. Viele Kleinbauern, die bisher bei Fairtrade mitmachten, verkaufen inzwischen wieder an "Coyotes", die Zwischenhändler der Kaffeekonzerne."

"Der Vorstand bedauert diesen Wechsel und dankt Gruber für seine unternehmerische Leistung für die Ziele des Fairen Handels.", so Faitrade abschließend.


<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Ehrenamtliche Vorstände von Vereinen haften
>Straßenfußball-Meisterschaft
>EcoBox Design Wettbewerb: Ein Wettbewerb mit Fragezeichen
>8. Konferenz Zivilgesellschaft
>Johannisbeeren mit Pestiziden, Himbeeren OK
>Zwischenbilanz Volksbegehren
>Attac will den Mittelstand geschützt sehen
>Vitaminzusätze machen noch lange keine gesunden Lebensmittel
>Abmahnwelle gegen mobile Klimageräte
>Großkundgebung in Berlin: Freiheit statt Angst
>Ecotopia Öko-Festival & Camp
>Hans-Peter Repnik neuer Vorsitzender Nachhaltigkeitsrat
>Die Welt zu Gast in Wien-World Aids Conference
>Green IT Award für beste Praxis ausgeschrieben
>Insel aus Plastikmüll
>Solar for All: Innovationpreis für Photovoltaik
>Deutsche und afrikanische Forscher starten Klima-Initiative
>„READY TO GREEN“-Award für grüner Mode in Berlin vergeben
>Deutscher Engagementpreis: Nominierungen noch möglich
>Wo es nicht heiß sein sollte: Hitzewelle am Nordpol
>Peter Blom (Triodos Bank) neues Mitglied im Club of Rome
>Munich Re: Naturkatastrophen werden immer mehr
>Mittelstandspreis für soziale Verantwortung
>BP-NEIN TANKE
>HelpDirect ausgezeichnet
>St. Gallen: Lehrstuhl für Wirtschaftsethik neu besetzt
>Jubeldemo: Keine Opfer für schicke Mode
>Erfinderpreis für Innovation, Ökologie und Verantwortung
>Personalia: Neuer Amnesty Generalsekretär
>Lehrmaterial: Siemens-Stiftung ausgezeichnet
>Erste Hofer-Filiale mit Greenbuidling-Status ausgezeichnet
>BASF und Dow erhalten US-amerikanischen Umweltschutzpreis
>Umweltpreis Böhler Umweltstiftung an Schulen
>Wettbewerbsstart: Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2011
>Personalia: Neuer Verwaltungsrat bei Kindernothilfe
>ethecon Schmähpreis geht nach Taiwan
>Globale NGO-Kampagne: Klimawandel auf der Agenda der G20
>Personalia: Edda Müller Vorsitzende von Transparency
>ÖAMTC kritisiert "Schönwettergebühren" der Fluglinien
>Ein Brief an die G20: Finanztransaktionssteuer
>Fokuswoche gegen Armut und soziale Ausgrenzung
>Flüchtlinge: Kampagne für medizinische Versorgung
>Broschüre "Klimaschutz Jetzt!"
>UNESCO startet Website zu Nachhaltigkeit
>Unbestellte Waren sind nicht zu bezahlen
>Personalia: Häfner avanciert
>EMAS-Preis 2010 für OeKB Gruppe
>Personalia: Neuer Präsident bei DGNB
>Social Performance Report 2009 Oikocredit
>Medienpreis für nachhaltigen Tourismus ausgeschrieben
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"