Anzeige
Sonntag, 1. August 2010 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Österreichs Kirche jetzt auch nachhaltig


Wien (28.5.08): Das österreichische Lebensministerium unterstützt die Bemühungen um ein verstärktes "kirchliches Umweltmanagement". Bis 2010 sollen in 30 kirchlichen Einrichtungen Umweltprogramme entwickelt und nach der EU-Norm EMAS zertifiziert werden.
Auch die österreichische Kirche hat das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt. (vgl. für Deutschland den Bericht auf Glocalist Daily News vom 21.5.08 >> www.glocalist.com/index.php )

Die Umweltbeauftragen der österreichischen Diözesen hielten ihre Frühjahrskonferenz im Wiener Don-Bosco-Haus ab. Das nun ins Leben gerufene Projekt "kirchliches Umweltmanagement" mache Schöpfungsverantwortung "zum integralen Bestandteil pastoralen Handelns" in Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen wie Caritas oder Klöster, erklärten die Projektleiter Ernst Sandriesser und Johann Neumayer. Das Projekt sieht vor, dass bis zum Jahr 2010 in 30 Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen Umweltprogramme entwickelt und nach der EU-Norm EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert werden.

Es brauche eine konsequenten Einsatz für einen "zukunftsfähigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen". Dieses Engagement sei wichtiger Bestandteil kirchlicher Verkündigung, so die Umweltreferenten der Diözesen Klagenfurt und Salzburg. Ziel des Projektes sei die Konkretisierung des Schöpfungsglaubens im Alltag. "Wenn kirchliche Einrichtungen glaubwürdig nachhaltig wirtschaften, erreichen die ethischen Appelle wieder die Herzen der Menschen und wirken verändernd in die Gesellschaft hinein", betonten die Leiter des Projektes "kirchliches Umweltmanagement". Die ersten zehn Pfarrgemeinden steigen bereits im November 2008 ein, spätere Beteiligungen sind noch möglich, so Sandriesser und Neumayer.

Bei ihrer Frühjahrskonferenz zogen die kirchlichen Umweltbeauftragen auch eine Erfolgsbilanz über jüngste Initiativen in Richtung Nachhaltigkeit: Mit mehr als 5.000 aktiven Teilnehmern sei die diesjährige Aktion "Autofasten" überaus erfreulich verlaufen, heißt es in der Aussendung am Dienstag. Es sei gelungen, aus einem langjährigen Appell an die Autofahrer eine richtige "Bürgerinitiative" zu entwickeln und Partner aus öffentlicher Hand, Wirtschaft und Umweltorganisationen zu gewinnen, erklärte Hemma Opis-Pieber, die Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau. In der Steiermark fanden sich die mit Abstand meisten "Autofastenden", insgesamt sei in ganz Österreich eine Steigerung von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen gewesen. Aus Befragungen gehe hervor, dass die Teilnehmer an der Aktion "Autofasten" ihr umweltschonendes Mobilitätsverhalten auch während des übrigen Jahres beibehalten wollen.

Erzdiözese Salzburg legt sich und der Gesellschaft gegenüber Rechenschaft ab über die Entwicklung ihres Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen, mit Hilfe einer soeben erstellten Energie- und CO2-Bilanz. In Fünfjahresabständen soll diese Bilanzierung den Fortschritt beim Energiesparen und beim Ausstieg aus den fossilen Energieträgern dokumentieren, versprach Neumayer. In den 2007 erstellten Leitlinien zur Schöpfungsverantwortung verpflichtet sich die Erzdiözese Salzburg zum Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Die Energie- und CO2-Bilanz zeige, "dass erstens bei mehr als 60 Prozent Einsatz fossiler Energieträger hoher Handlungsbedarf besteht, dass es aber auch Regionen gibt, die bei günstigen Rahmenbedingungen schon jetzt praktisch ohne fossile Energie auskommen".

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Fluss-Giganten sind bedroht
>Kritik an Berlusconis Atompläne
>Nachhaltige Immowirtschaft: Ein Expertengespräch
>Toyota pflanzt Bäume gegen Wüstenbildung
>Deutsche Bahn: Keine Auskünfte über ökologische Standards
>400 Todeszonen am Meeresgrund
>Gute Nachricht: Windkraft in Österreich erreicht 1.000 MW
>Algenexplosion in der Ostsee: Die Ostsee erstickt
>BP-Watching – Greenpeace-Schiff startet in den Golf
>Online-Petition: Stop Tiefseebohrungen
>BUND legt Konzept für ökologischen Flugverkehr vor
>Studie: Eigenheim und Klimaschutz
>Klimaschutzziele auf 30% erhöhen
>Heisse, heisse AKWs
>2050: Wirtschaftsfaktor Biodiversität – 2-6 Billionen $
>Der Baum kann´s: Landpflanzen als Mega-CO2-Speicher
>Widerstand gegen E.ONs Pläne finnisches AKW zu bauen
>Sony macht den (langen) Weg frei für „Road to Zero"
>Einzelhandel auf Kriegsfuß mit REACH
>Gnadenfrist für den Regenwald läuft
>Öko-Heizungen werden wieder gefördert
>Und wieder Studie: 100% erneuerbare Energie möglich
>Zeitbombe Biomasse
>Ökologischer Landbau wächst
>Neue EU-Etikettierungsregeln und neues EU-Bio-Logo
>UN-Klimagutachter fallen durch
>Globaler Klimaschutzfonds: 500 Millionen US-Dollar
>Energiesparen kann sechs Atomkraftwerke überflüssig machen
>100% Erneuerbare möglich. Politik lächelt wie üblich weg
>Feldhamster-Schutz-Aktion soll Überleben sichern
>Walfangquote wieder im Gespräch
>DUH fordert Weiterführung der Dieselpartikelfilter-Förderung
>Kein Bekenntnis zu Nachhaltigkeit im neuen Bundeswaldgesetz
>Umweltschutz dank Cyberspace
>Gebäudesanierung: Aufstocken statt kürzen
>Schwere Vorwürfe von WWF und ECA gegen Andritz
>Dicke Luft made by Energiekonzerne
>NGOs von Bonner Klimaverhandlung enttäuscht
>EU stoppt vorzeitig Thunfischfang
>Ausgezeichnete Mobilitätskonzepte
>Berliner Polizei spart Co2 durch Grüne IT
>7 Länder mit Genmais - wie kommt das?
>Ist das Mittelmeer bald totgefischt?
>Teuer gespart: Aus für Ökoheizungen
>Kampagne: Stop dem Raubbau an den Meeren
>BUND fordert ökologisches Sparen
>Gentechnisch verändertes Futter wandert in die Milch
>Subventionspolitik: Viel Kohle für Kohle.
>8. Juni: Tag der Ozeane und Tipps zum Schutz der Ozeane
>Junge Männer sind Klimaschutzmuffel
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"