Auch in den verschiedenen Glocalist-Publikationen berichteten wir wiederholt über die Probleme, die eine Energiepolitik hin zu dem verstärkten Einsatz von Kohle mit sich bringt. Auch Umweltorganisationen protestieren regelmäßig gegen diese Entwicklung. Nahrung erhielt ihr Misstrauen erst jüngst durch die Entscheidung, entgegen den Versprechen von Politikern, das Hamburger Kraftwerk Moorburg doch zu bauen. Nun hat sich ein breites Aktionsbündnis von Umweltschutzorganisationen gefunden, um gegen den geplanten Neubau von Kohlekraftwerken zu protestieren.
Unter dem Motto "Zukunft statt Kohle" sollen in zehn Städten, an denen Neubaupläne laufen, Aktionen stattfinden. Die Tour startet am kommenden Dienstag vor dem Bundeskanzleramt. Dort wir ein Kohlekraftwerk nachgebaut - gestaltet als fünf Meter hoher Dinosaurier. Aus dem "Kohlosaurus" werden Tausende CO2-Ballons aufsteigen, die die Gefahr für das Klima verdeutlichen.
Bis Ende Oktober wird das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" in zehn Städten, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird, protestieren. Unter dem Motto "Dinosaurier-Technologie stoppen!" wird der Kohlosaurus durch Deutschland reisen. Zudem findet auf den Marktplätzen der besuchten Städte eine öffentliche Debatte zwischen Politikern, Experten und lokalen Bürgerinitiativen zu den Planungen vor Ort statt. Unter anderem sollen Aktionen in Köln, Schwerin, Mannheim sowie in Düsseldorf vor dem Landtag stattfinden.
Die Aktion wird getragen von der Klima-Allianz, dem Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Infoportal Wir-Klimaretter.de getragen. Interessierte Initiativen und Privatleute können und sollen sich an der Kampagne beteiligen.
Auf der Website >> www.campact.de/klima/tour08/home finden sich weitere Informationen und Ansprechpartner.






