Mit ihrem Motto „Alle reden von der Macht der Verbraucher – wir machen ernst!“ drehen die Carrotmobber erneut das Prinzip des Boykotts um und belohnen Betriebe, die bereit sind, ihr Unternehmen klimagerecht und nachhaltig zu verändern.
Für die nächste Carrotmob-Aktion am 24. Oktober suchen die Organisatoren einen Imbiss in Berlin-Mitte, der bereit ist, möglichst 100% des Umsatzes dieses Tages in klimafreundliche Maßnahmen zu stecken, um die CO2-Bilanz seines Betriebs zu verbessern. Derjenige, der den größten Teil seines Umsatzes bietet, gewinnt und wird mit einer Horde Besucher belohnt.
Das Konzept des Carrotmobs ist einfach, aber effektiv. Über das Internet schließen sich die Carrotmobber wie bei einem Flashmob zusammen und kaufen alle in einem Geschäft ein. Ausgewählt wird das Geschäft, das bereit ist, in der Wettbewerbssituation mit anderen Anwerbern mehr als die Anderen in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Mit dem Carrotmob erreicht man Großes mit kleinen Schritten, lässt alle Beteiligten profitieren und nutzt dabei die fortschrittlichsten Möglichkeiten zur Organisation des Internets.
Der Carrotmob gibt dem Besitzer die Chance, sein Nachhaltigkeits-Image und seine Bekanntheit zu steigern, und außerdem an dem Tag der Aktion eine Menge Umsatz mehr zu machen! Für ihn heißt das ganz klar: Ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Für den Konsumenten bedeutet das, mit seinem Konsum etwas zu verändern – nämlich die CO2-Bilanz eines kleinen Imbisses zu verbessern.
Der erste Carrotmob fand 2008 in San Francisco, USA statt. In Deutschland brachten ihn aktive Freiwillige in Berlin ins Rollen, um über gesellschaftliche Grenzen hinweg Bewusstsein für die Nachhaltigkeitsthematik zu schaffen und etwas konkret zu verändern. Im Juni 2009 bescherten zahlreiche Kaufwillige dem Besitzer des Multikulti-Spätkaufs in der Wiener Straße in Kreuzberg innerhalb von drei Stunden den dreifachen Tagesumsatz. 35% des Gewinns investierte dieser anschließend in den Umbau seines Geschäfts. Mit neuen Isolierungen, Energiesparlampen und Öko- statt Atom- und Kohlestrom hat sich die CO2-Bilanz des Ladens damit deutlich verbessert. Seitdem gab es im deutschsprachigen Raum weitere Carrotmobs in Basel und Bielefeld. In Bonn, Frankfurt, Hamburg und München wird konkret ein Carrotmob geplant und in vielen anderen Städten gibt es Interessierte.
Der nächste Carrotmob reiht sich in eine Vielzahl von Aktionen ein, die am 24. Oktober stattfinden werden. Für diesen Tag hat die internationale Kampagne 350.org (Web > www.350.org ) zu einem weltweiten Klimaaktionstag aufgerufen, die zum Ziel hat, der Öffentlichkeit und den Medien als auch Entscheidungsträgern in der Politik die Dringlichkeit der Klimakrise bewusst zu machen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Zahl 350 – denn 350 ppm ist das Höchstmaß von CO2, das unsere Atmosphäre tragen kann.
Mehr Infos zum Carrotmob Berlin >> www.carrotmobberlin.com |
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