Zum Hintergrund: Am 22. Januar will die FTD aufgedeckt haben, dass 30% der deklarierten Bio-Baumwolle aus Indien, gentechnisch verändert sei. Es soll ein Betrug durch die Zertifizierungsstellen gewesen sein. Die Unternehmen kamen so mehr oder weniger fast unschuldig in die Schieflage. Zahlreiche Unternehmen haben nun reagiert und eigene Untersuchungen angestrengt, ob denn nun ihre Baumwolle bio sei.
So hat armedangels - wie auf Glocalist berichtet - angekündigt, ihr Sortiment von einem unabhängigen Labor überprüfen zu lassen. Die Ergebnisse stehen noch aus.
Mittlerweile liegen die Untersuchungen von C&A vor, die ebenfalls ein unabhängiges Labor beauftragt haben. Und die Erleichterung dürfte bei C&A groß gewesen sein: keine gentechnisch veränderte Baumwolle wurde verarbeitet laut den Angaben des Labors.
Dies bestätigen Tests der in den Niederlanden ansässigen TLR International Laboratories. Die Ergebnisse stellen einen deutschen Zeitungsartikel in Frage, in dem behauptet wird, dass Textilien, welche als Biobaumwolle verkauft wurden, unter Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts angebaut wurden.
Die vorliegenden Ergebnisse der bisherigen Tests einer repräsentativen Auswahl von zertifizierten Biobaumwoll-Produkten geben keinerlei Hinweis auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut, führt C&A aus.
“Wir werden uns weiterhin für unsere Strategie der Nachhaltigkeit einsetzen”, erklärte Andreas Seitz, Mitglied und Sprecher des C&A Europavorstandes. „Wir haben unseren Kunden ein Versprechen gegeben und sind entschlossen dieses zu halten: Die C&A-Kollektion „Bio Cotton“ ist aus Biobaumwolle“, unterstreicht Seitz. „C&A ist davon überzeugt, dass seine Kunden zunehmend an nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis interessiert sind“, so Seitz weiter.
C&A ist in 2009 mit dem Verkauf von 18 Millionen Teilen zertifizierter Biobaumwolle Europas führender Modeeinzelhändler für Biobaumwolle und damit besonders betroffen. C&A plane daher, zusätzliche interne Prozesse aufsetzen, um die textile Wertschöpfungskette der Biobaumwolle besser nachverfolgen zu können.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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