In Fortsetzung des im Dezember 2009 erfolgreich etablierten Klimaschutzwettbewerbs "Carrotmob" in Frankfurt sucht das Organisationsteam jetzt interessierte Frankfurter Gastronomen, die sich im Oktober 2010 von etwa 300-500 Klimaschützern "mobben" lassen wollen.
Dabei ist mit "mobben" nicht der Aufruf zum Boykott gemeint. Im Gegenteil: Beim "Carrotmob" nutzen Konsumenten ihre Verbrauchermacht, gemeinsam an einen festgelegten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt für den Klimaschutz zu konsumieren. Denn der "gemobbte" Betrieb verpflichtet sich, einen Teil des "Carrotmob"-Umsatzes, den er an diesen Tag lukriert, zu investieren - und zwar in Form von klimafreundlichen Maßnahmen, beispielsweise Stromsparlampen oder energieeffiziente Kühlschränke.
Der aktuell in Planung befindliche Carrotmob richtet sich an gastronomische Unternehmen und wird erstmals von der Stadt Frankfurt als offizielle Kooperationspartnerin unterstützt.
Im Rahmen der Mitte September auf Gewerbe und Organisationen ausgeweiteten Aktion "FFM spart Strom" hat sich die Stadt bereit erklärt, 30% der Investitionskosten in klimafreundlichen Maßnahmen, die durch den Carrotmob ausgelöst werden, zu übernehmen. So kosten an einem fiktiven Beispiel berechnet 3.000 Euro Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen nur noch rund 700 Euro.
Der Carrotmob beschert dem Gastronomen so einen ungewöhnlich hohen Umsatz über einen außergewöhnlichen Event mit vielen neuen Kunden, so die Veranstalter. Zusätzlich profitiert das Unternehmen vom kostenlosem Marketing und Pressearbeit, wie die Organisatoren ausführen. Hinzufügen muss man aber, dass es Medien sind wie der Glocalist, die da kostenlos wie unbedankt die Öffentlichkeit herstellen. Hier liegt noch ein Verbesserungspotential im Selbstverständnis für das Organisationsteam des CarrotMobs, das die Rolle der Medien entsprechend würdigen und nicht nur als nützliche "Infoplattformen" betrachten sollte.
Die Spielregeln
Die Carrotmobber suchen einen Gastronomiebetrieb mit Innenstadtlage, der an einem umsatzschwachen Tag (Montag oder Dienstag) Mitte Oktober 300-500 Gäste innerhalb von drei Stunden (Start 19:00h) bewirten kann. Der teilnehmende Gastronom wird in einem Bieterwettbewerb mit anderen Gastronomen ermittelt. Wer den höchsten Anteil des durch den "After-Work Carrotmob" erzielten Umsatzes für die klimafreundliche Sanierung seines Betriebs bietet, erhält den Zuschlag.
Bis zum 24. September 2010 können sich Frankfurter Gastronomen beim Carrotmob-Team bewerben. Nach dem Carrotmob wird der Umsatzanteil ermittelt und ein Energieberater legt die Sanierungsmaßnahmen fest.
Bewerbung & Info > www.carrotmobfrankfurt.de
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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