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GUTES LEBEN

Greenpeace-Empfehlung: Welcher Schoko-Nikolo ist gut?


Wien (30.11.09): Nikolo naht und damit das traditionelle Verputzen von Schoki in Form von Nikolos. Greenpeace hat die Nikolos untersuchen lassen auf Inhaltsstoffe. Das Ergebnis ist nicht so gut.
Gemäß einer Eurobarometer-Studie vom April 2009 ist für neunzig Prozent der österreichischen Konsumenten die Auswirkung eines Produktes auf die Umwelt wichtiger als der Preis oder die Marke. Viele Lebensmittelhersteller haben darauf reagiert und bieten mittlerweile eine immer größere Auswahl an umweltfreundlichen Produkten an. Das trifft jedoch leider nicht auf die Mehrheit der Erzeuger von Schokolade-Nikolos zu, wie der Greenpeace-Einkaufsratgeber www.marktcheck.at aktuell erhoben hat.

Von all den untersuchten Produkten wurden nur drei sowohl fair als auch umwelt- und tierfreundlich hergestellt, nämlich zwei aus dem Hause Zotter und eines von EZA. Die Waren der großen Schokolade-Produzenten - wie etwa Milka, Lindt, Hauswirth, Ferrero, Hofbauer, Nestle, Riegelein, Manner oder Heindl - schnitten bei den drei Kriterien Ökologie, Soziales und Tierschutz hingegen zumeist nur „kritisch“ oder „ungenügend“ ab.

Mitarbeiter/innen von marktcheck.at untersuchten die Nikolo-Schokoladen in den letzten Wochen auf Umweltfreundlichkeit (Inhaltsstoffe, Transport, Verpackung, Gentechnik), artgerechte Tierhaltung und soziale Aspekte: Zahlreiche Firmen verarbeiten für die Produktion der Schokolade Trockenmilchpulver von Kühen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden.

Zusätzlich werden in den Schoko-Nikoloprodukten der Marken Hauswirth, KitKat, Smarties und Riegelein problematische Inhaltsstoffe verarbeitet, die das Konservierungsmittel Polyglycerin-Polyricinoleat bzw. E 476 enthalten. Dieses hat bei Tierversuchen in höheren Dosen zu Nieren- und Lebervergrößerungen geführt und kann zudem die Durchlässigkeit der Darmwand beeinträchtigen. Die empfohlene tägliche Höchstmenge wird nun aber – gerade von Kindern in der Adventzeit – wohl immer wieder einmal leicht überschritten werden.

Schokobananen-Krampus und -Nikolo der Firma Hauswirth enthalten wiederum den Farbstoff Chinolingelb oder E 104, der an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms beteiligt sein kann. E 104 ist in den USA verboten und muss ab 2010 auch in der Europäischen Union mit „kann bei Kindern Aktivität und Aufmerksamkeit beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden.

„Es ist mir ein Rätsel, was solche Substanzen in Produkten verloren haben, die vorwiegend für Kinder gedacht sind. Bewussten Konsumenten rate ich dringend, diese Süßigkeiten im Regal stehen zu lassen und sich stattdessen für faire Bioschokolade zu entscheiden“, empfiehlt Claudia Sprinz den Konsumenten abschließend.

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