Neue Videoaufnahmen von PETA USA zeigen das kaum vorstellbare Leid von exotischen Tieren wie Schlangen, Echsen und Krokodilen. Für die Produktion von Mode-Accessoires werden die Tiere oft bei lebendigem Leib gehäutet – denn die Händler denken, dass dies das Leder geschmeidiger macht.
Als Reaktion auf das schockierende Video hat H&M nun eine neue Firmen-Richtlinie eingeführt, die den Verkauf exotischer Häute in allen Filialen weltweit verbietet. Für diese öffentliche Kundgebung verleiht PETA USA der Modekette nun in Stockholm den „Proggy Award 2009“ als „Company of the year“ und hofft, dass weitere Unternehmen sich dem Vorbild anschließen werden.
„H&M verkauft keine echten Häute von exotischen Tieren, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Schlange, Alligator, Krokodil, Eidechse und Strauß“, heißt es in der neuen Firmen-Policy.
Jahr für Jahr werden Millionen Reptilien auf barbarische Weise getötet, um ihre Häute zu Gürteln, Taschen, Geldbeuteln, Schuhen, Uhrenbändern oder Möbelbezügen zu verarbeiten. Schlangen und Eidechsen – die genau wie Menschen Schmerz empfinden – werden oft bei lebendigem Leib gehäutet. Großen Schlangen wie Pythons wird ein Schlauch in den Mund eingeführt und man pumpt sie mit Wasser voll, um die Haut zu lösen. Schlangen werden zum Häuten mit Nägeln durch den Kopf an einen Baum geschlagen – einige Tiere sind noch bis zu vier Tage am Leben. Schlangen, Eidechsen, Alligatoren und Krokodile haben eine niedrige Stoffwechselrate und sind an niedrigen Blutdruck gewöhnt: Selbst wenn man einer Schlange den Kopf abtrennt, ist sie nicht sofort tot. Der Kopf kann ohne den Körper noch bis zu zwei Stunden überleben und ist dabei bei vollem Bewusstsein.
Solche Grausamkeiten gibt es nicht nur in Asien und Afrika: Die USA sind der größte Produzent von Alligatorenhäuten weltweit und produzieren pro Jahr ca. 15.000 Häute.







