Am Samstag, den 12. Dezember 2009, setzt Berlin ein Zeichen für den Klimaschutz. Gemeinsam mit hunderten von Städten und Gemeinden in mehr als 130 Ländern weltweit kommen Berliner am Brandenburger Tor zu einer Lichterkette zusammen. Sie senden Angela Merkel und den Staatschefs beim Weltklimagipfel in Kopenhagen ein eindeutiges Signal: Die Welt will ein Klima-Abkommen, das gerecht, ehrgeizig und verbindlich ist!
Die wissenschaftlichen Fakten erlauben kein politisches Taktieren mehr, denn die Zukunft des Planeten ist nicht verhandelbar. "Wir stellen uns solidarisch mit den Opfern, die der Klimawandel bereits heute fordert - meist in Entwicklungsländern, die für die Emissionen nicht verantwortlich sind, aber von den Folgen am härtesten getroffen werden.", so die Veranstalter.
Dazu die Klima-Allianz Deutschland, ein Bündnis aus rund 200 Organisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Organisationen:
"Es gibt keine Alternative zu drastischen Emissionsminderungen wenn wir den Klimawandel stoppen und katastrophale Folgen verhindern wollen", so Tina Löffelsend, Klima-Expertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Mitglied des Sprecherrates der Klima-Allianz. Konkrete Ergebnisse seien deshalb in Kopenhagen gefragt.
Die USA müssen mehr anbieten als nur 3 bis 4 Prozent weniger Emissionen bis 2020. Auch die EU muss ihr Klimaziel deutlich erhöhen, wissenschaftlich notwendig sind mindestens 40 Prozent Reduktion. Damit es zu einer globalen Minderung der Emissionen kommt, müssen die Industrieländer den Klimaschutz zuhause umsetzen und dürfen ihn nicht in Entwicklungsländer verschieben. Nur wenn sich der Pro-Kopf-Ausstoß weltweit bei unter 2 Tonnen angleicht, ist eine gerechte Lastenteilung möglich, fasst die Klima-Allianz die Eckpunkte zusammen.
"Beim Klimagipfel in Kopenhagen muss jetzt die Wende geschafft werden!", heißt es im Appell, weshalb die Bürger Berlins, der Bundesregierung ein Zeichen der Hoffnung und des Willens heimleuchten will. |
|||
| << Zurück |