Was Vögel die auf Nahrungssuche sind freut, ist bei uns Menschen weniger beliebt, die Gelse. Just dann, wenn man gerade einschlafen will und es surrt und man schlussendlich noch mit Juckreiz und gerötete, anschwellende Bissstellen konfrontiert ist. Auch die Lebensmittelmotten sind jetzt besonders aktiv.
"die umweltberatung" hat einige Tipps zusammengetragen, wie man Gelsen und andere unerwünschte „Gäste“ umweltfreundlich, aber effektiv wieder los wird.
Gib der Gelsenvermehrung keine Chance
Die beste Abwehr gegen lästige Gelsen ist die Vorbeugung. Mag.a Renate Gottwald-Hofer von "die umweltberatung" NÖ empfiehlt: „Decken Sie auch im Garten alle stehenden Gewässer – Regentonnen, Planschbecken, aber auch offene Gießkannen etc. ab oder entfernen Sie sie, damit die Gelsenlarven keinen Platz zur Entwicklung haben. Bei Gartenteichen ist die Gefahr übrigens gar nicht so groß - hier dienen Kröten, Libellen und Fische als natürliche Gelsenvernichter“.
Weitere Tipps zur umweltfreundlichen Abwehr der Gelsen:
• Beim abendlichen Lüften Licht abschalten!
• Insektengitter an Fenstern und Türen oder Moskitonetze über dem Bett montieren
Tomatenstauden am Fensterbrett schrecken Gelsen durch ihren Geruch ab
Wasserschalen mit Essig, Zitronen- oder Lavendelöl aufstellen
• Am Balkon gelbe Lampen verwenden, dieses Licht können Gelsen nicht wahrnehmen
Erste Hilfe bei Stichen
Wenn die Gelsen bereits zugeschlagen bzw. zugestochen haben und die Stelle zu jucken beginnt, hilft nur mehr Linderung:
• So wenig kratzen wie möglich! Kratzen verschlimmert die Schwellung, Gewebehormone werden freigesetzt und führen zu einer örtlichen Entzündung. Um diese zu lindern, hilft Wärme.
• Entzündungen um die Stichstelle können mit essigsaurer Tonerde beruhigt werden.
• Als erste Hilfe haben sich auch Zwiebel, Essig, Zitronensaft, zerriebene Tomatenblätter oder Spitzwegerichsaft von zerriebenen Blättern zur Entzündungshemmung bewährt.
Flatternde Gäste in der Küche
Besonders aktiv sind derzeit auch die Lebensmittelmotten. Oft werden sie beim Kauf von Lebensmitteln einfach eingeschleppt, derzeit fliegen sie aber auch im Freien umher und suchen sich dann neue Nahrungsquellen in Haus und Wohnung.
DIin Ingrid Tributsch von "die umweltberatung" Wien: „Auch hier ist Vorbeugen wieder das beste Gegenmittel. Obst, Nüsse, Kekse und andere Lebensmittel nicht offen stehen lassen und Reste sorgfältig wegpacken! Brotdosen und Vorratsschränke regelmäßig überprüfen, aussaugen bzw. mit Essigwasser auswischen. Mehl und Backwaren trocken und in dicht schließenden Behältern lagern, dann können sich die Motten im Fall des Falles zumindest nicht unkontrolliert vermehren. Getreidevorräte kann man übrigens mit einigen Lorbeerblättern vor Mottenbefall schützen!“
Wenn die Motten sich bereits breit gemacht haben in der Küche:
• Befallene Lebensmittel am besten gleich vernichten bzw. aus der Wohnung entfernen
• Küchenkästen gründlich staubsaugen und mit Essigwasser auswischen
• Pheromonfallen aufstellen
• Nicht sichtbar belastete Verpackungen kann man sicherheitshalber einige Tage in die Tiefkühltruhe legen oder im Backrohr auf mind. 60 °C erhitzen.
Weitere Tipps zur Motten- und Gelsenabwehr sowie Informationen zu vielen anderen Lästlingen in Haus und Wohnung gibt die Broschüre „Ameisen, Motten & Co“.
Das Infoblatt „Gelsen – lästige Quälgeister ohne Gift vertreiben“ steht unter „Downloads“ kostenlos bereit.
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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