Der FriedrichstadtPalast, der im Besitz des Senats ist, ist eine von Berlins ersten Adresse für Unterhaltungstheater. Er ist berühmt für seine Show-Programme, aber auch für seine schiere Grösse mit 1.895 Sitzplätzen. Das Theater wird pro Jahr von über 600.000 Personen besucht. Und nun wird der Strombedarf über das eigene Solardach mitabgedeckt.
Die Anlage einschließlich Planungskosten hat rund 185.000 Euro gekostet Die Mittel stammen aus dem Konjunkturpaket II. Doch es wurde nicht nur eine Photovoltaikanlage installiert, sondern auch der Bühnenturm neu gedämmt und die Fenster ausgetauscht. Gesamt wurden so 1,4 Millionen Euro für alle Maßnahmen aufgerufen.
Die SunPower Corp. und MBG haben die Installation einer 29,7-Kilowatt High-Efficiency-SunPower-Anlage auf dem Dach des FriedrichstadtPalastes Anfang Juli abgeschlossen. Wichtig ist die Erkenntnis und damit auch der Beweis, dass Solartechnologie sich auch in schwer denkmalgeschützten Gebäuden realisieren läßt.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "Wir setzen ein klimapolitisches Zeichen. Die neue Photovoltaikanlage erzeugt eine Strommenge, die dem entspricht, was acht 4-köpfige Familien in Berlin in einem Jahr verbrauchen. Mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket II leisten wir einen wertvollen Beitrag zu Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz. Es freut mich ganz besonders, dass wir den Auftrag zum Einbau der Anlage an eine Berliner Firma vergeben konnten. Damit stärken wir in wirtschaftlich angespannten Zeiten vor allem die Handwerksbetriebe und Unternehmen in unserer Stadt."
MBG installierte hocheffiziente SunPower-Solarzellen der Serie E18 auf dem Gebäude, die einen Wirkungsgrad von 18 Prozent oder mehr bieten und bis zu 50 Prozent mehr Strom als herkömmliche Solarzellen erzeugen. Die Module werden auf dem SunPower T10 Solar Roof Tile System montiert, das nicht dachdurchdringend und in einem 10-Grad-Winkel geneigt ist, um die Energieaufnahme zu steigern.
"Es ist eine Ehre für SunPower, ein so wunderbares Kulturprojekt an einem Gebäude mit mehr als 100-jähriger Geschichte ausführen zu dürfen", sagt Jörn Jürgens, Senior Director SunPower GmbH.
Damit die Ehre auch nicht übersehen wird, wurde ein Display, auf welchen man tagesaktuell ablesen kann, wie viel Energie die Photovoltaikanlage erzeugt hat, installiert. Weiters informiert das Display über die erzielte Kohlendioxid-Minderung. Prognostiziert ist: In einem Jahr werden rund 27.000 Kilowattstunden durch Sonnenkarft made by FriedrichstadtPalast erzeugt. Dadurch wird der Ausstoß von rund 17,5 Tonnen Kohlendioxid vermieden, der bei der konventionellen Erzeugung einer vergleichbaren Strommenge anfällt.
Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



GUTES LEBEN
| << Zurück |
Kommentar
NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.








