Im siebten Jahrhundert vor Christus entdeckte König Midas, dass sich aus einem begrenzten Vorrat an Münzmetall weit mehr Münzen herstellen lassen, wenn man den Metallgehalt je Münze stark reduziert. Das Geldangebot wurde so von seiner Begrenzung durch die verfügbaren Geld-Rohstoffe gelöst. Für den Markt gab es fortan keine Finanzierungsengpässe mehr.
König Midas befriedigte die zunehmende Geld-Nachfrage und stellte die benötigten Finanzierungsmittel zur Verfügung. Diese Rolle übernehmen heute die Banken mit ihrer Kreditwirtschaft. Doch das System leidet seit seiner Erfindung unter einem schwerwiegenden Konstruktionsfehler: einer getrennten Kontrolle von Geld und Kredit. Daraus wurde heute eine Finanzblase von 500 Billionen US-Dollar geschaffen. Die Gefahr einer Inflation ist stark gestiegen und selbst eine Währungsreform ist möglich. Sparer sollten sich schützen und ihr Portfolio neu strukturieren. Aus Sicht der Vermögensakademie wird daher ein rascher Ausstieg aus den Nominalwerten empfohlen.
Problematik
Das Chaos im Finanzsystem ist entstanden, weil vier grundlegende Kernsätze des Wirtschaftens missachtet wurden:
1. Kreditaufnahme heißt immer: Sich heute leisten, was erst morgen durch Sparen möglich gewesen wäre. Bezogen auf ihr eigenes Grundkapital müsste die Deutsche Bank mind. 68 Jahre sparen.
2. Es muss eine Balance bestehen zwischen der (wert-) schöpfenden Kraft, d.h. dem persönlichen Vermögen, und den eingegangenen Verpflichtungen. In der Sprache der Banken bedeutet dies die Prüfung von Kreditwürdigkeit (Wie habe ich mich in der Vergangenheit verhalten) und Kreditfähigkeit (Kann ich heute sicherstellen, dass ich meinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen werde?).
3. Geld gewinnt seine Eignung als Tauschmittel durch seine Herkunft als erstrangiger Schuldschein auf Eigentum. Zu viel Geld bedeutet zu viele
Schulden und eine Entwertung der Tauschmitteleinheit.
4. Eigentum wird beliehen und Besitz wird bewirtschaftet.
Viele Wirtschaftsteilnehmer haben weder verstanden, welche primäre Aufgabe Geld hat, noch unterscheiden sie Eigentum und Besitz und schon gar nicht berücksichtigen sie in angemessener Weise persönliches Vermögen.
Auswirkungen
Infolge der Globalisierung ist kein Staat der Erde mehr vor Finanzkrisen sicher. Die Staaten können das Geld der Sparer weder schützen noch die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten garantieren. Die regelmäßige Wiederkehr solcher Krisen ist diesem System eingeschrieben. Geld wird geschöpft, die Preise explodieren, weil Marktteilnehmer künstlich geschaffen werden.
Da diese nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, werden Wertsteigerungen nur vorgegaukelt. Damit handelt es sich in Wahrheit lediglich um Preissteigerungen, die nicht von Eigentum gedeckt sind. Zentralbanken, Geschäftsbanken, und Politik haben sich nicht an die oben genannten Grundregeln des Wirtschaftens gehalten. So konnte eine Blasenwirtschaft entstehen, die inzwischen überirdische Dimensionen angenommen hat: Allein 500 Billionen US-Dollar an Derivaten wurden aufgebaut, die lediglich 50 Billionen US-Dollar des Welt-Bruttoinlandsprodukts gegenüberstehen.
Damit ist die Gefahr einer Inflation gestiegen. Wie heftig wird sie ausfallen? Alles ist möglich – von einer normalen über eine galoppierende bis hin zu einer Hyperinflation, am Ende eventuell die Währungsreform? Der gemeinsame Nenner einer Inflation ist die Entschuldung von Staaten und Banken auf Kosten der Sparer und Steuerzahler.
Empfehlung
Wir empfehlen jedem einzelnen Sparer eine grundlegende Analyse der Vermögenszusammensetzung. In Anbetracht der mittelfristigen Inflationsgefahr ist von Investitionen in Nominalwerte abzuraten. Stattdessen sollte der Fokus auf Sachwerte liegen, um das Portfolio mit mehr Stabilität und Sicherheit auszustatten. Die Höhe von vorhandenen Krediten, die ebenfalls Nominalwerte sind, ist zu überprüfen und mit den Sachwerten entsprechend abzugleichen.
Nominalwerte sind:
• Staats- und Unternehmensanleihen
• Renten- und Lebensversicherungen
• Festgelder
• Kredite
Adäquate Sachwerte sind:
• Immobilien mit Indexklauseln, die einer hohen Inflation Rechnung tragen
• Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke – wenn der Strom auch über die Börse gehandelt werden kann
• Rohstoffe – hier sind Lagerung und Haltbarkeit zu beachten
• Unternehmensbeteiligungen – wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Unternehmen gut und nachhaltig aufgestellt ist
Die Lage richtig zu beurteilen ist ein wichtiger Aspekt. Da es aber entscheidend sein wird, als einer der Ersten zu handeln, stellt sich die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt nicht wirklich. Denn eins ist sicher: Wenn Viele bzw. Alle die Wahrheit erkennen, kann es zu spät sein.
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Samstag, 4. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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