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Jährlich 5.000 Milliarden Euro für Nachhaltigkeit


Berlin (26.4.10): Es klingt verwegen und unrealistisch. Ähnlich verwegen und unrealistisch wie vor rund 30 Jahren Menschen antraten und meinten, Europa, ja die ganze Welt könne mit erneuerbare Energie versorgt werden. Von Christian Neugebauer
Heute, weiß dies sogar McKinsey und kein ernsthafter Fachmann widerspricht diesem Szenario, welches nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist.

Es mag eine Tragik der Geschichte sein, dass jene Pioniere durch Trittbrettfahrer/innen aktuell ersetzt werden. Doch auch hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Und nun haben sich viele Pioniere und Vordenker aufgemacht, eine neue, andere Idee und sehr einfache Idee vorwärts zu schieben: Die Staaten Europas mögen künftig hin ihre Ausgaben nur noch mehr nach nachhaltigen Kriterien vergeben.

Dies macht alleine für Europa jährlich rund 5.000 Milliarden Euro aus. Um eine Wende zur Nachhaltigkeit braucht man sich dann nicht mehr groß Kopf machen; sie passiert einfach auf Grund dieses Marktstimulus und eine blühende umwelt- und sozialgerechte Wirtschaft wäre möglich ohne groß über ordnungspolitische Rahmen und mehr nachdenken zu müssen.

Denn die Ausgabe von Geld braucht nur an Kriterien der Nachhaltigkeit geknüpft werden, zu denen sich alle Staaten Europas bekennen und diese für einen ersten Schritt mehr als hinlänglich ausgearbeitet vorliegen.

Doch dafür braucht es nur den politischen Willen und dies dürfte eine härtere Nuss sein, als Energiewirtschaft zu überzeugen. Deshalb muss die nächste Etappe der Nachhaltigkeit lauten: Mehr Demokratie und Mitbestimmung durch die Bürgerinnen und Bürger. Denn es ist am Ende des Tages ja ihr Geld, das bis heute gegen ihre Interessen, nämlich nicht nachhaltig, ausgegeben wird.


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