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Liebe Radfahrer/innen


Berlin (14.7.10): Radfahren ist ohne Zweifel die bessere Mobilität für die Stadt. Gehen, aber auch. Ein Appell zur Rücksichtsnahme an die Fahrradfahrer/innen. Von Christian Neugebauer
Man freut sich, wenn mehr und mehr Menschen auf das Rad umsteigen, um ihre Wege klimaneutral und umweltschonend zu realisieren. Bei dieser überlegenen Fortbewegung, die nun auch durch die so genannte Tretunterstützung - E-Bikes- auch zu formidablen Geschwindigkeiten und Erleichterungen führt, kann man wenig meckern.

Auch gibt es in Berlin hinreichend Fahrradwege, wobei grundsätzlich mehr können nie schaden, und im allgemeinen Strassenverkehr kann man zumindest eine gewisse Rücksicht von Autofahrer für Radfahrer ausmachen. Die breiten Strassen in Berlin bieten auch genügend Raum dazu.

Aber, die ökologische Überlegenheit geht immer weniger einher mit einer moralischen Überlegenheit, sprich Rücksichtnahme gegenüber langsameren Verkehrsteilnehmer: Dem Fußgänger.

Radfahrer verhalten sich zunehmend rücksichtslos und arrogant gegenüber dem Fußgänger, benutzen die Gehsteige statt den vorgesehenen Radwegen und nehmen sich gegenüber dem schwächeren, langsameren Verkehrsteilnehmer alle Rechte raus.

Es wird Zeit, dass die Rechte der Fußgänger gestärkt werden und sie nicht als Verkehrsteilnehmer dritter Klasse in das berühmte Gras beißen. Denn die Fortbewegung per pedes ist noch mehr klimafreundlicher als das Rad und der Co2-Fußabdruck noch geringer, da das Fortbewegungsmittel - die Beine - gratis und optimiert von der Natur mit ausgeliefert werden und nicht in einer Fabrik erzeugt werden müssen wie ein Fahrrad.

Darum ein Appell an die Radfahrer/innen, die sich meist der Idee der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen: Dazu gehört auch der rücksichtsvolle und achtsame Umgang mit dem Schwächeren, dem Fußgänger. Danke.



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