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McDonald´s: Ohne Worte


Berlin (24.11.09): Zuerst konnte ich es nicht glauben, doch McDonald´s meint es wirklich so. Die Kunstform der Realsatire hat einen neuen Höhepunkt. Von Christian Neugebauer

Österreichs Kabarettisten sind bekannt für ihre realsatirischen Einlagen. Es sind Treibstücke der Realität, die sich selber ein Bein stellen und von umwerfender Banalität wie Naivität sind.

 

Alle drei Kriterien hat McDonald´s erfüllt und dies mit einem Satz, der wohl als Blasenspeak des Jahres in die Geschichte eingehen wird, welcher kein Politiker wird je ernsthaft übertrefffen können: Man will die Hintergrundfarbe von Rot auf Grün ändern und zwar aus Respekt vor der Umwelt.

 

Man glaubt es nicht und die Reaktionen anderer Medien sind wohltuend entsprechend, so spricht die Financial Times von Greenwashing und die Häme in den Blogs will nicht abreissen. Verwunderlich und nur am Rande angemerkt, jene Medien, die sich groß Nachhaltigkeit auf die Fahne schreiben, bleiben stumm. Damit leistet man der Nachhaltigkeit keinen guten Dienst.

 

Eben weil Realsatire, bleibt es doch Wirklichkeit: McDonald´s will in Richtung Nachhaltigkeit gehen. Nun, wenn dem so ist, dann gibt es sehr einfache Kriterien: Keine Tiere aus Massentierhaltung, faire Löhne bis hin zu endlich Ernstnehmen der Stakeholder und der Konsumenten; und dazu gehört, einem nicht mehr die Umfärbung eines Logos als "Respekt" zu verkaufen. Denn da fühlt man sich nur eines: als blöd verkauft.

 

 

 

 




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