Die Anstrengungen wie der Diskurs um Nachhaltigkeit hatte und hat bis dato seinen Fokus auf der ökologischen Frage. Daran ist nichts falsch und hat seine völlige Richtigkeit. Weiters konnte der Innovationsansatz Nachhaltigkeit seine ökonomische Dimension stets sehr gut in Umsetzung bringen bzw. sie war immer klar und sehr deutlich am Tablet.
Dringend sollte aber nun tatsächlich und ernsthaft die gesellschaftliche bzw. soziale Dimension Einzug finden und Aufmerksamkeit erhalten.
Abseits der Charity-Veranstaltungen und Spendenaufrufe ist in Bezug auf diese Dimension wenig geschehen. Damit sollen Spendenaufrufe nicht abgewertet werden, aber sie sind im besten Fall ein kleines Mosaikstückchen im Feld der sozialen Dimension von Nachhaltigkeit.
Strategisch wie inhaltlich aber und vor allem gesellschaftlich bedeutsam sollten drei Drehmomente in den Vordergrund gerückt werden, um die Debatte über wie das Machen für die dritte „Säule“ der Nachhaltigkeit – die soziale, gesellschaftliche Dimension - in Schwung zu setzen:
Erstens, die Frage Menschenrechte. Sie ist evident und offensichtlich, aber hier ist mehr Ernsthaftigkeit verlangt. Alleine über das Recht auf Bildung (Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) lassen sich hochrelevante Ableitungen herstellen. Ebenso über das Recht auf freie Meinungsäußerung (Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) und die zunehmende Selbstzensur von so genannten unabhängigen Medien oder schließlich das Recht uf Demokratie (Art. 21 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte).
Zweitens, keine Sprachdiskriminierung: Es reißt zunehmend ein sprachdiskriminierender Diskurs ein. Der jüngste Höhepunkt war die Pressemitteilung der so genannten CSR-Agentur Bonne Nouvelle aus Bonn, in welcher “Blonde Frauen” als Dispositiv für Dummheit gelten. So was geht nicht! Hierzu gehört aber auch, dass man Begriffe von Trittbrettfahrer mißbraucht, sich wieder zurückholt.
Drittens und in Verlängerung der Rückholung von wertvollen Ansätzen, die zunehmend von Trittbrettfahrer mißbraucht werden, wird es darum gehen, die verschiedenen Ansätze zum Social Business aus der Umklammerung der so genannten und meist selbsternannten Think-Tanks und Eventagenturen herauszuholen und Transparenz wieder einkehren zu lassen.
Nachhaltigkeit ist eben mehr als nur Ökologie und Ökonomie. Es geht nun darum, der Dimension Soziales mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn wenn nicht, dann wird das mit der Nachhaltigkeit auch nicht klappen. Und diese Dimension macht dann Nachhaltigkeit auch anfassbarer.







