Von zehntausenden auf der Strasse, friedlich und in ausgelassener Feststimmung vereint, aus den Fenstern und von den Dächern herab, gab es am Samstagnachmittag des 1.Mai nur eine Botschaft in Berlin: 1. Mai ist Nazifrei!
Manche, die vor dem 1. Mai von der Horrorvorstellung geplagt worden sind, dass Rechtsextreme durch die Strassen Berlins ungehindert marschieren, sahen ein Berlin, das en-passant, lässig, souverän und locker aus der Hüfte heraus, den Rechtsextremismus, derart jeglichen Raum entzog, dass man stolz war und ist Berliner zu sein. Gerade mal 700 Meter Strasse zum Stehen und wieder abmarschieren gab es für den Rechtsextremismus in Berlin. Mehr ist nicht drinnen.
Es war ein Triumph nicht nur der zivilgesellschaftlichen, politischen, kirchlichen, gewerkschaftlichen Organisationen, die zu dieser friedlichen Gegenkundgebung mobilisierten, sondern und vor allem von den Menschen Berlins. Berlin hat souverän und großstädtisch reagiert.
Man sah sehr viel Stolz in den Augen und nicht nur einmal hörte man den Satz während und nachher immer wieder: Ich bin stolz auf Berlin. Und man spürte sehr viel Glück und erleichterte Zufriedenheit.
An diesen Samstagnachmittag hat Berlin neuerlich gezeigt, dass es zu recht die "City of all Cities" ist wie Obama bei seinem Besuch in Berlin 2008 richtig bemerkte, die nie mehr vergessen wird, dass es der Rechtsextremismus war, der diese Stadt in ihr größtes Unglück und Schuld geführt und für Jahrzehnte gespalten hat.
Rechtsextremismus ist keine Meinung, sondern ein klar verurteiltes Verbrechen gegen die Menschheit. So bleibt der Wermutstropfen, dass der Rechtsextremismus demokratische Grundrechte mißbrauchen darf, doch Berlin hat in Ausübung seiner Grundrechte klar die Linie in den Sand gezogen: Bis hierher und nicht weiter. Es war ein großer Tag in Berlin und ich bin stolz auf diese Stadt.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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