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Zahlungsmoral in der Nachhaltigkeitsszene läßt zu wünschen


Berlin/Wien (15.7.10): Die deutschsprachige Nachhaltigkeitszene ist bunt und groß. Sie haben jedoch etwas gemeinsam: Mangelhafte Zahlungsmoral. Ein gefühlter Lagekommentar. Von Christian Neugebauer
Es gibt zahlreiche Unternehmen und NGOs im Bereich der Nachhaltigkeit und sie alle bestellen Waren und mannigfaltige Dienstleistungen.

Wir haben nun zahlreiche Hinweise erhalten, dass es mit der Zahlungsmoral so genannter ethisch und nachhaltig orientierter Unternehmen und NGOs nicht zum besten stehen dürfte.

Freilich wollte sich niemand von den Beschwerdeführer outen, da man die Einstellung von Kundenbeziehungen befürchtet. Auch diese Tatsache ist schon ein beredsames Armutszeugnis und Alarmsignal: Man befürchtet Auftragseinstellungen, wenn man für bereits geleistete Arbeit die berechtigt erworbene Zahlung nach Monaten endlich einfordert. Das kann wohl nicht sein. Als Gläubiger bekommt man dann oft vom Schuldner zu hören, man sei erpresserisch. Hier ist wohl das Rechtsverständnis völlig verrutscht.

Da sich jene Unternehmen, die sich über die mangelhafte Zahlungsmoral von ethischen und nachhaltigen Unternehmen beschwert haben, nicht getrauen zu outen, haben wir bei den Glocalist Medien einen Blick in unsere Abodatei geworfen. Und wir mußten feststellen, die meisten ethisch und nachhaltig orientierten Unternehmen und NGOs bezahlen weitgehend pünktlich. Die Moral stimmt.

Aber, wenn eklatante Säumigkeit vorliegt, dann sind es fast ausschließlich Unternehmen, die besonders laut Nachhaltigkeit und Ethik vor sich hertragen. Sie haben eine besonders schlechte Zahlungsmoral und heimsen am häufigsten Zahlungsaufforderungen ein. Kurz: Es sind immer dieselben Problembären. So genannte konventionelle Unternehmen - und hier vor allem Klein- und Mittelbetriebe - erweisen sich als äußerst vorbildlich.

Nun, wir haben den Mut und haben ihn schon einmal bei den GRÜNEN Österreichs bewiesen, die nach einem halben Jahr partout die Rechnung für erbrachte Leistungen nicht bezahlen wollten. Es wurde mutmaßlich die teuerste nicht bezahlte Rechnung für die GRÜNEN Österreichs, da wir diesen besonders frechen Fall öffentlich dokumentiert haben.

Offensichtlich muss man nicht nur die Guten und Vorbildlichen hervorheben, sondern auch die weniger Guten und Sünder benennen.


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