Raus - aus - Schluß. Voggenhuber, der EU-Abgeordnete der Grünen ist als solcher Geschichte. Nachdem Voggenhuber knapp bei der internen Parteiwahl der Kandidatin Ulrike Lunacek unterlegen war, wollte er eigentlich gar nicht kandidieren. Dass das Signal von Glawischnig, er möge doch den Wahlkampf unterstützen mit einer Kandidatur für den letzten Platz endet, hat man wohl nicht gedacht. Eine Solidaritätskandidatur, so wollte der 16. und letzte, eigentlich unwählbare, Listeplatz verstanden werden. Empörte Rufe aus der Partei, der Mann habe seine Meinung geändert.
(Fussnote 1: Wir merken hier an - künftig wird jede Meinungsänderung seitens der Grünen Partei mit empörten Rufen quittiert - gleiches Recht für alle!!!).
Ein empörtes Wasserglasgetöse – sich überschlagende Stimmen des Missfallens - allen voran die weibliche Elite der Grünen Partei. Die Erkenntnis, Voggenhuber könnte - bitte hier eine neuerliche Fußnote (2) - durch die Stimme des Volkes (dreifaches Rufzeichen), also mittels Vorzugsstimme - den ersten Listenplatz Lunaceks gefährden, bringt dann schlussendlich das Fass zum Überlaufen. Der letzte Listenplatz, der vom Erweiterten Bundesvorstand vergeben wird, wird Voggenhuber nicht gewährt. Dem Stimmen der Wähler zum Trotz.
So - und nun hören wir uns, oder besser lesen, wir die Stimmen aus dem Off. Die Stimmen, die die Grünen nicht bereit sind ihr Ohr zuzuneigen. Fussnote 3 – eine Qualität, die sich die Grünen mit Rot und Schwarz brüderlich - Verzeihung SCHWESTERLICH teilen - Sie sind taub und blind gegenüber der Zivilgesellschaft, dem Wähler.
Ein Überblick in Stichworten aus diversen Postings (noch die freundlichsten):
Grüne Ausgrenzer-Methoden Leistung zählt wohl bei den Grünen nicht Fehlende Parteikultur groteske Vorstellung von Demokratie armselig vergebener Elfer ein Grund nicht mehr Grün zu wählen die Grünen benötigen einen Denkzettel grob fahrlässig die Parteiführung ist erledigt finde dieses Emanzentheater einfach dämlich Vorstand kommt nicht von Verstand zuerst Basisdemokratie brüllen und dann Angst bekommen supergau der grünen Angst vor umbequemen Männern Zickenkrieg bei den GrünInnen
Die Liste wäre endlos … nach ein paar Tausend Posting haben wir aufgehört zu zählen.
Die Partei der Grünen bleibt gespalten, langjährige Grüne posten selbst ihre Enttäuschung. Christoph Chorherr: "Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letze mal so enttäuscht über "meine" Grünen war. Wären wir ehrlich würden wir unseren Grundwert "Basisdemokratie" jetzt in "Funktionärsdemokratie" umwandeln."
Peter Pilz: "Eine Partei, die sich vor den Stimmen für Johannes Voggenhuber fürchtet, macht sich lächerlich"
Fakt ist, 30 Personen aus der Partei der Grünen haben – und man darf hier nicht vergessen, bei der internen Wahl kam Voggenhuber auf wählbaren Platz – haben sich über diese Stimmen und die der Wähler erhoben. Als Grün-Wähler und/oder Parteimitglied muss man sich hier doch fragen - zähle ich noch? Geht es hier noch um meine Meinung? Bei welcher nächsten Diskussion meint man künftig ebenso, dass der Bürger keine eigene Meinung zu haben hat? Der Nachgeschmack, der hier am Ende stehen bleibt ist irgendwo zwischen Franz Kafka und George Orwell zu orten.
Das Endresultat, ob der Sturm im Wasserglas auch bei den Wähler zu finden ist, wird sich spätestes bei der Wahl zeigen. |
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