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KULTUR

 

Berliner Philharmoniker für UNICEF - 130.000 Euro für Haiti


Berlin/Köln (14.6.10): Der Erlös aus dem Benefiz-Konzert der Berliner Philharmoniker brachte der Unicef 130.000 Euro an Nothilfe für Haiti. UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen besucht das Tanzprojekt des Orchesters.
Die Berliner Philharmoniker haben 130.000 Euro für die UNICEF-Nothilfe in Haiti gespendet. Pamela Rosenberg und Sabine Christiansen gaben das Ergebnis des Benefizkonzertes im Februar am gestrigen Samstag im Rahmen der Premiere des neuen Tanzprojekts in der Arena Berlin bekannt.

UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen berichtete, wofür die Spenden verwendet werden. Die Berliner Philharmoniker sind internationaler UNICEF-Botschafter - als erste Institution in diesem Ehrenamt. Nach dem Erdbeben in Haiti entschieden sich die Musiker spontan zu helfen. „Die Unterstützung war wichtig, um die Kinder schnell mit dem Nötigsten zu versorgen und ihr Überleben zu sichern“, sagte Sabine Christiansen. Epidemien und Hunger konnten bislang verhindert werden. Mit provisorischem Unterricht in den Lagern und Notunterkünften hilft UNICEF, die Kinder nach der Katastrophe umfassend zu versorgen und die Grundlage für den Wiederaufbau zu schaffen. „Wir freuen uns darauf, diese erfolgreiche Zusammenarbeit für Kinder in Not fortzusetzen“, erklärte Sir Simon Rattle, künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker.

Die UNICEF-Hilfe in Haiti

Hunderttausende Menschen in den betroffenen Gebieten leben noch immer in Notlagern, schätzungsweise 40 % sind Kinder und Jugendliche. Allein über 4.000 Schulen wurden zerstört. UNICEF koordiniert in Haiti die internationale Hilfe in den Bereichen Wasserversorgung, Kinderernährung, Bildung und Kinderschutz. Zu den größten Herausforderungen gehört es, die Kinder schnell wieder in die Schule bringen, Mangelernährung zu vermeiden und besonders verletzliche Kinder – beispielsweise Waisen – vor Ausbeutung und Gewalt schützen.

Insgesamt 55.000 Kinder werden so erreicht. Um Kinderhandel und illegale Adoptionen
zu verhindern, werden Mitarbeiter von Behörden und Polizei geschult. Die Mädchen und Jungen werden registriert. UNICEF unterstützt auch die Suche nach überlebenden Angehörigen.

Für das Programm „Geh zur Schule“ haben UNICEF und seine Partner bisher 3.000 Großzelte und Klasseneinrichtungen für Notschulen verteilt. Über eine Million Schulkinder haben bereits Schulmaterialien wie Hefte und Stifte erhalten. Schon vor der Katastrophe ging über die Hälfte der Kinder in Haiti nicht zur Schule. Die Zeltschulen sind deshalb ein wichtiges Symbol für den Neubeginn. Die Lehrer nehmen an Kursen zum Umgang mit traumatisierten Kindern teil. UNICEF hat außerdem Spielzeug und weiteres Material für 160.000 Kindergartenkinder bereitgestellt.

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