Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
KULTUR

Der Nuclear-Free Future Award (NFFA)


Berlin (5.4.11):Der NFFA wird an Menschen verliehen, die teils unter Einsatz Ihres Lebens versuchen, das atomare Zeitalter zu beenden.
In diesem Jahr findet die Verleihung am 10. April ab 11 Uhr in der Berliner URANIA im Rahmen des IPPNW-Kongresses „25 Jahre nach Tschernobyl“ statt.

Die dramatischen Ereignisse in Japan werfen Schlaglichter auf Fragen, die uns spätestens seit Tschernobyl bedrängen: Was tun? Welcher Widerstand kann wo was bewirken? Der NFFA ehrt und stellt Menschen vor, die uns Wege aus der atomaren Sackgasse weisen.


Der Nuclear-Free Future Award geht 2011 an folgende Personen:

In der Kategorie WIDERSTAND ehren wir die russischen Aktivistinnen Nadezhda Lvovna Kutepova und Natalia Manzurova. Beide gehören zur Organisation „Planeta Nadezhd“ (Planet der Hoffnung), die in einer verstrahlten, vergessenen Region, anderthalb tausend Kilometer südlich von Moskau, arbeitet. Hier erkranken seit einem atomaren Unfall in einer Atomwaffenfabrik (1957) die Menschen an Leukämie-, Lymphdrüsen- und anderen Krebsarten. Majak heißt nach ihrer Zentralstadt jene Region – die von russischer Regierungsseite im Wortsinne totgeschwiegen wird.

In der Kategorie AUFKLÄRUNG teilen sich den Preis die beiden ZDF-Journalistinnen Barbara Dickmann und Angelica Fell. Beide haben sich dadurch auszeichnet, dass sie am Thema Atomenergie seit Jahrzehnten hartnäckig „dran bleiben“ (wie es im Journalismus heißt, aber nur selten befolgt wird), auch wenn die Medienaufmerksamkeit gerade anderen Themen gilt. Vorbildlich war ihre Berichterstattung über die Leukämiehäufung am KKW Krümel.

In der Kategorie LÖSUNGEN wird der Physiker Hans Grassmann geehrt, der die hohen Sphären der Physik (er war Mitarbeiter des Nobelpreisträgers Carlo Rubbia in CERN; am Fermilab in Chicago entdeckte er das Top-Quark) verlassen hat, um einfache Lösungen für unseren Energiebedarf zu suchen. Sein Modell der Linearspiegel findet derzeit großes Interesse in China. Hans Grassmann lehrt an der Universität von Udine in Italien.

Den Ehrenpreis für LEBENSWERK teilen sich der österreichische Aktivist Heinz Stockinger und die australische Ärztin Helen Caldicott.

Heinz Stockinger zählt zum Kern der österreichischen Anti-Atom-Bewegung und war in den siebziger-achtziger Jahren eine der Frontfiguren im erfolgreichen Widerstand gegen das Kernkraftwerk Zwentendorf und – grenzüberschreitend – gegen die WAA Wackersdorf.

Helen Caldicott hat als Ärztin während des Kalten Kriegs ihren Platz in der internationalen Anti-Atom-Bewegung eingenommen. Sie war 1971 Mitinitiatorin der australischen Proteste gegen französische Kernwaffentests im Pazifik. Sie war Mitbegründerin von Physicians for Social Responsibility, einer Vereinigung von über 20.000 Ärzten und Lehrstuhlinhabern mit dem Ziel, an ihren Universitäten über die Risiken der Nutzung von Kernenergie und Kernwaffen aufzuklären.

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Wettbewerb: "Allee des Jahres 2012"
>Nachhaltigkeitsfilmpreis vergeben an: "Behind the Screen"
>Bundespreis Ecodesign: Einreichfrist verlängert
>Filmreihe: Über das Gesicht
>Umweltbuch des Monats April 2012: "Vom Frosch"
>Plastik und Kunst
>RETRASHMENT: Elektromüll und Kunst
>Umweltbuch Februar: "Am Ende der Gewissheiten"
>FrauenFilmTage: Green Action
>HfG Karlsruhe verleiht Myschkin-Preis
>Umweltbuch des Monats Januar: "Wolken, Wind & Wetter"
>Bundespreis Ecodesign erstmalig ausgelobt
>Co2 - Ausstellung
>Umweltbuch des Monats
>Buchtipp: Welche Chancen haben Occupy & Co.?
>Film: Polizei und Rechtsextremismus am 9.11.2011
>NABU Hamburg startet TV im Web
>7. Nachhaltigkeitsforum
>Buch:Tierschützer, Staatsfeind
>Schumacher erhält Deutsche Naturschutzmedaille
>Umweltbuch des Monats November 2011
>Radio: 5 Jahre Kol Berlin
>Deutschlands beste Zukunftsideen gesucht
>Veggiefestival "Greentunes" in Berlin
>Filmpreis Nachhaltigkeit vom Deutschen Bundestag
>WWF Fotowettbewerb entschieden
>Das schönste Müll-Urlaubsfoto
>MELT! will klimafreundlicher werden
>Kunst in Schöneweide - gibt´s
>3. Deutscher Weiterbildungspreis
>Corporate Cultural Responsibility Symposium
>5. Recycling-Designpreis
>„KAÏTO – Regenerative Energien für Afrika“ ausgezeichnet
>INtegrated ART: Kapitalerhöhung als Gesamtkunstwerk
>ars viva vergeben
>Ende oder Wende der Ökonomie - Die Wachstumsfrage
>Projekte gesucht: Integration durch Musik
>Vergabe SozialMarie Preis
>Deutscher Kulturförderpreis ausgeschrieben
>Fotoband: Über die Kraft der Würde
>Black Planet für BP
>Der Nuclear-Free Future Award (NFFA)
>Deutscher Kulturförderpreis ausgeschrieben
>100.000 Euro für Jugendkulturwettbewerb
>Günter Kaindlstorfer neuer Programmdirektor der BUCH WIEN
>Wacken - Heavy Metal goes öko
>SOS-Kinderdörfer schreibt Kinderbuchpreis aus
>Amnesty-Filmpreis 2011 für "BARZAKH"
>Grüne Diagonale Filmfestival
>Schulprojekt Umweltbildung: Musik, Umwelt und Kunst
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"