Etwa 200 bunte, schuhkartongroße Zelte stehen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Im Gegensatz zu wirklichen Flüchtlingslagern in Afrika oder Asien sind die Behelfsunterkünfte am Brandenburger Tor eine Kunst-Installation. Hermann Josef Hack hat das 'Klima-Flüchtlingslager' entwickelt, um mit der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam auf die dramatischen Folgen des Klimawandels in den armen Ländern aufmerksam zu machen.
Die Botschaft von Oxfam: Die Bundesregierung gefährdet mit ihrer derzeitigen Haltung den Erfolg der UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs - darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel - müssen sich beim EU-Gipfeltreffen am 29. und 30. Oktober in Brüssel nicht nur zu einer drastischen Reduzierung der eigenen Treibhausgas-Emissionen bekennen. Sie müssen auch eine angemessene finanzielle Unterstützung für die armen Länder zusagen, damit sich die Menschen dort an die Klimaschäden wie Dürren, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen anpassen und zudem selbst mehr Klimaschutz betreiben können.
Interessierte können sich den ganzen Tag (von 10 bis 16 Uhr) über die Aktion informieren und vom Künstler durch das Camp führen lassen. Weitere 'Klima-Flüchtlingslager' von Hack stehen zeitgleich auch in vier weiteren europäischen Hauptstädten (Brüssel, Dublin, London, Madrid).
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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