Die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ hat gestern Abend den Doku-Thriller „DIE BUCHT“ mit dem Oscar für den „Besten Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Nicht nur Regisseur Louie Psihoyos und Hauptdarsteller und ehemaliger Delfintrainer Ric O’Barry stehen nun im Rampenlicht, sondern mit ihnen auch das dunkle Geheimnis jener Bucht im japanischen Fischerort Taiji, wo Delfine abgeschlachtet werden und ihr Fleisch dann den Weg in Krankenhäuser und Schulen findet. Weiterer Hacken dabei: Das Deflinfleisch ist hochgradig mit Quecksilber vergiftet. All dies versucht die japanische Regierung zu negieren und klein zu reden.
Viele Japaner haben durch den Ökothriller "DIE BUCHT" überhaupt zum ersten Mal von der brutalen Delfinjagd in ihrem Land und der hochgradigen Vergiftung des Delfinfleisches erfahren. "DIE BUCHT" deckt schonungslos auf, wie die weltweite Delfinarienindustrie mit den alljährlichen Treibjagden im japanischen Fischerort Taiji verflochten ist. Dieser brutalen Praktik fallen jedes Jahr rund zweitausend Delfine zum Opfer.
Die Oscar-Preisverleihung, die gestern in Los Angeles stattfand, ist in Japan die meist gesehene Fernsehsendung. Die Tierschutzverbände WDCS, Pro Wildlife und OceanCare – offizielle Partner von „DIE BUCHT“ – hoffen daher, dass die japanische Regierung durch die Auszeichnung des Films mit einem Oscar nun noch stärker unter Druck gerät.
"Die Verleihung des Oscars für den besten Dokumentarfilm an DIE BUCHT ist nicht nur Auszeichnung, sondern auch ein Appell! Ein Appell für einen anderen Umgang mit Delfinen", sagt Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS in Deutschland und fügt hinzu: "Die Hoffnung auf Veränderungen in Japan und auch in anderen Regionen dieser Welt, den Fang und die Tötung von Delfinen zu stoppen, bleibt bislang leider noch eine Vision."
Dinge mögen sich ändern.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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