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KULTUR

Modell Säule der Schande (c) Zentrum für Politische Schönheit

 

Säule der Schande: Ein Mahnmal wider dem Vergessen


Berlin (13.5.10): "Die "Säule der Schande" soll eine Metapher für den gigantischen Verrat der UNO an Bosnien und eine Mahnung für alle zukünftigen Mitarbeiter der UNO werden," so Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit in Berlin. Das Mahnmal ist eine gemeinsame Aktion von der Gesellschaft für bedrohte Völker Bosnien und dem Zentrum für Politische Schönheit.
Die "Säule der Schande" soll aus 16.744 Schuhen errichtet werden und für 8.372 Opfer stehen. Aus den Schuhen werden die zwei Buchstaben UN mit einer Höhe von über 8 Metern in leuchtendem Weiß errichtet. Gebrochen werden die Buchstaben von drei monumentalen Einschusslöchern, in denen echte Schuhe aus Massengräbern festverankert sind.

Dieses Memorial-Projekte wird mit der offiziellen Unterstützung der Gedenkstätte Potocari-Srebrenica und der Mütter von Srebrenica (rund 6.000 Hinterbliebene) realisiert werden.

Das Zentrum für Politische Schönheit will den Müttern von Srebrenica die Hand reichen und wird die geforderte "Säule der Schande" realisieren. Dabei geht es um eine permanente Skulptur, die dauerhaft an die Schuld der westlichen Politiker und Militärs am Srebrenica-Genozid erinnern soll, wider das Vergessen der "Nächte der Schande" Europas (Bogdan Bogdanovic).

Der Fahrplan sieht vor, dass der Baubeginn für die "Säule der Schande" am 2. Mai 2011 startet. Vom 14. Mai bis 25. Juni 2010 sollen 16.744 Schuhe in Bosnien gesammelt. werden Am 1. Juli 2010 soll die erste "Ausstellung" der Schuhe in Den Haag und schließlich am 11. Juli 2010 in Berlin stattfinden.

Im Laufe des Dezembers 2010 wird "Die Gesellschaft für bedrohte Völker Bosnien" ein Gremium unter dem Vorsitz der Mütter von Srebrenica einberufen, das über den Aufstellungsort des Monuments und über die Liste von Namen, die beschämt werden sollen, entscheiden wird.

Philipp Ruch zu seiner Motivation: "6.000 Hinterbliebene verklagen die UNO. Aber im Hauptquartier in New York denkt man nicht daran, überhaupt im Gerichtssaal zu erscheinen. Das war ein Fehler. Wenn man die UNO nicht vor Gericht stellen kann, tun wir es eben auf neue Weise. Bei der UNO gibt es eine unbegreifliche Arroganz gegenüber den Hinterbliebenen. Eine Antwort auf diese Arroganz ist die „Säule der Schande".

Die Mütter sollen über den Aufstellungsort und eine Liste von Namen westlicher Politiker und Generäle, die mit der Säule beschämt werden, entscheiden. Das Zentrum für Politische Schönheit und die Gesellschaft für bedrohte Völker, die zusammen 2009 in Deutschland eine der größten Gedenkveranstaltungen zu Srebrenica organisiert haben, wollen damit eine Diskussion über die Verantwortung der UNO anstoßen, die seit 15 Jahren im Westen fehlt.

Hatidza Mehmedovic, Präsidentin des Vereins "Srebrenica-Mütter" wird auf der Aktionswebsite zitiert: "Die ganze Welt hat damals tatenlos zugeschaut, wie unsere Kinder getötet und wir vertrieben wurden."

Es ist eine Frage des Anstandes argumentiert das Zentrum für Politische Schönheit abschließend: "Anstand - Die Skulptur ist eine direkte Antwort darauf, dass den Hinterbliebenen vom Westen her kein Respekt entgegengebracht wird. Dies trotz eines 8.372fachen, ungeheuerlichen Verrats in Srebrenica und eines vielfachen in Gesamtbosnien."

Web > www.pillarofshame.eu


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