Das Netzwerk Städte der Zuflucht wurde 2006 etabliert, da viele Autorinnen und Autoren, die sich im Internationalen Schriftsteller-Parlament zusammengetan hatten, der Ansicht waren, dass es nicht mehr ausreichend sei, entweder Resolutionen zu verabschieden oder aber „stille Diplomatie“ zu praktizieren, wenn Autorinnen oder Autoren in Not sind.
Stadt der Zuflucht zu sein bedeutet: einer Autorin bzw. einem Autor, deren bzw. dessen Arbeit als Schriftsteller/in gefährdet ist, für mindestens ein Jahr aufzunehmen und ihm bzw. ihr eine Wohnung und ein Stipendium zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es nicht nur, den Autorinnen und Autoren zu ermöglichen, ungehindert und unbedrängt ihrer schriftstellerischen Arbeit nachzugehen, sondern auch, sie in das kulturelle und öffentliche Leben der jeweiligen Stadt zu integrieren.
Die Initiative Städte der Zuflucht wurde vom Europarat und vom Europäischen Parlament anerkannt. Bislang haben sich zahlreiche europäische Städte und Regionen dem Netzwerk der Städte der Zuflucht (International Cities of Refuge Network, ICORN) angeschlossen und verfolgte Autorinnen und Autoren aufgenommen, u.a. Oslo, Stavanger, Bergen, Brüssel, Norwich, Edinburgh, Stockholm, Göteborg, Hannover, Barcelona und die Regionen Toskana und Potenza.
Das Netzwerk ICORN wurde 2006 gegründet, nachdem sich das Internationale Schriftsteller-Parlament aufgelöst hatte. ICORN mit Sitz im norwegischen Stavanger arbeitet eng mit dem Writers in Prison Committee des Internationalen PEN zusammen. Weitere Städte der Zuflucht gibt es in Mexiko und seit einiger Zeit auch in den USA, wo sich ein eigenes Netzwerk gebildet hat, ausgehend von der Stadt Las Vegas und der Cornell University Ithaca. Kapstadt und Dakar sind als afrikanische Städte der Zuflucht in der Diskussion.
Schön wäre es, wenn auch Berlin und Wien Zuflucht bieten wollen.
Web > www.icorn.org/index.php
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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