Sozial handeln, unternehmerisch denken – diese Qualitäten zeichnet die Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship seit über fünf Jahren in mehr als 30 Ländern aus. In Deutschland sind die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) und das Magazin Capital Partner des Wettbewerbs „Social Entrepreneur des Jahres“.
Social Entrepreneurs sind Menschen oder Organisationen, die soziale Dienstleistungen oder Produkte anbieten, dabei jedoch unternehmerisch vorgehen und nicht ausschließlich von Spenden oder Zuschüssen abhängen. Kurz gesagt: Eine Mischung aus Mutter Teresa und Bill Gates.
Der Wettbewerb hebt die Erfolge und die Bedeutung von Social Entrepreneurs in den Medien hervor und wirbt für die Unterstützung entsprechender Initiativen. Die Profile der Finalisten werden in einer Broschüre zusammengefasst und in verschiedenen Medien vorgestellt.
Bewerben können sich Einzelpersonen und Organisationen, jedoch nicht Verwaltungsangestellte und Organisationen aus dem öffentlichen Sektor sowie Organisationen, Forschungsinstitutionen und Stiftungen, die sozialen Nutzen indirekt durch die Bereitstellung finanzieller und/oder technischer Unterstützung bewirken.
Die Hauptkriterien sind Innovation, Nachhaltigkeit und direkte soziale Auswirkung. Im Detail stellen sie sich folgend dar:
Innovation
Der Kandidat bewirkt sozialen Wandel und Transformation durch
• innovative Produkte oder Dienstleistungen,
• Entwicklung eines neuen Ansatzes oder
• eine innovative Anwendung bekannter Technologien, Ideen oder Ansätze.
Ein "Social Entrepreneur" hat ein Konzept entwickelt und erfolgreich umgesetzt, das traditionelle Muster durchbricht.
Nachhaltigkeit
Der Kandidat hat die notwendigen Bedingungen oder Institutionen geschaffen, um die Initiative langfristig aufrechtzuerhalten und widmet sich der Initiative vollzeitig.
• Im Falle eines Non-Profit-Unternehmens: Die Organisation erreicht einen gewissen Grad an finanzieller Selbständigkeit und erzielt ein Einkommen aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen oder hat Partnerschaften mit Unternehmen aufgebaut, die von gegenseitigem Nutzen sind. Es besteht ein klarer Unterschied zu einer klassischen, rein spendenabhängigen karitativen Organisation.
• Im Falle eines gewinnorientierten Unternehmens: Das Unternehmensziel ist klar auf die soziale und/oder ökologische Wertschöpfung ausgerichtet. Der wirtschaftliche Erfolg ist diesem untergeordnet.
Direkte soziale Auswirkung
Der Kandidat hat die Initiative zusammen mit den Begünstigten und Stakeholdern entwickelt. Sie hat unmittelbare und direkte Auswirkungen. Diese lassen sich durch quantifizierbare Ergebnisse und Studien belegen und sind gut dokumentiert. Es bestehen keine wesentlichen negativen externen Effekte.
Web >> www.schwabfoundseoy.org
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Samstag, 4. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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