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Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

100% Erneuerbare Energie für die Städte


Hamburg (25.3.10): Nachdem das Umweltbundesamt (UBA) die 100%ige Energieversorgung mit erneuerbarer Energie für möglich erachtet, legt nun des World Future Council nach und sieht dies als möglich und notwendig für die Städte.
Der Klimawandel wird zu drei Vierteln in Städten verursacht und ist zugleich deren größte Bedrohung. Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ist dabei der größte Faktor. Alarmierend ist, dass trotzdem weder in den Industrie- noch in den Entwicklungsländern überzeugende Strategien für eine effiziente und erneuerbare Energieversorgung der Metropolen existieren.

Ein Sieben-Punkte-Plan, mit dem Städte sich selbst das Ziel der Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien setzen können, ist das Herzstück des Reports „100% Erneuerbare Energien für Städte“. Den Report stellen der World Future Council und die Hamburger HafenCity Universität (HCU) heute in Rio de Janeiro auf der weltweit größten Städtekonferenz, dem World Urban Forum der Städteorganisation der Vereinten Nationen (UN-HABITAT), vor.


Stefan Schurig, Leiter der Klima und Energieabteilung des World Future Council: „Wenn es uns nicht gelingt, innerhalb der nächsten Jahre eine Kehrtwende bei der Energieversorgung einzuleiten, wird es unmöglich sein, den Klimawandel wirkungsvoll zu bekämpfen. Über drei Viertel des gesamten globalen Ressourcen-Verbrauchs gehen auf das Konto von Städten. Deshalb ist es unerlässlich, dass jede Stadt sich das Ziel einer hundertprozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien setzt und eine Strategie mit Zeitplan formuliert, wie sie dies erreichen will. Unser Sieben-Punkte-Plan soll helfen, diese Strategie zeitnah und auf das jeweilige Umfeld zugeschnitten zu erstellen.“

Der Plan nennt sowohl die Notwendigkeit von ordnungspolitischen Maßnahmen als auch von Anreizprogrammen auf städtischer und nationalstaatlicher Ebene. Als drittes und viertes Element werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Privatwirtschaft einzubeziehen und Planungs- und Genehmigungsprozesse zu erleichtern. Weiter betont der Report die Bedeutung von Weiterbildungsmaßnahmen für die Bevölkerung sowie die Vorteile von so genannten „carbon sinks“, also z. B. des gezielten Ausbaus von Grünflächen zum Zweck der CO2 Speicherung.

Zusammenfassend schlägt der Report vor, alle Maßnahmen zu priorisieren, die innerhalb der Stadt getroffen werden können. Besonders bei Großstädten und Metropolen wird aber auch die Zulieferung von erneuerbarer Energie aus dem Umland und von weiter entfernten Gegenden erforderlich sein.

Der Report entstand im Auftrag der gemeinsamen Kommission Städte und Klimawandel des World Future Council und der Hamburger HafenCity Universität. Er wurde von Kommissionsmitglied Prof. Peter Droege und Anis Radzi von der Universität Liechtenstein verfasst, in Zusammenarbeit mit Nancy Carlisle, US National Renewable Energy Laboratory, Stefan Lechtenböhmer vom Wuppertal Institut und Herbert Girardet, Programmdirektor des World Future Council.

Der Report im Download > bit.ly/9s5DOa

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