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ÖKOLOGIE

30% der Emissionen Chinas durch Industriestaaten verursacht


Wien/Cambridge (4.1.10): Die Industriestaaten tragen indirekt Verantwortung für 30 Prozent des chinesischen Emissionszuwachs, so die Umweltschutzorganisation Global 2000.
In der aktuellen Diskussion wird nicht berücksichtigt, dass die Industriestaaten, dass mehr und mehr treibhausgasintensive Produktion in andere Länder ausgelagert haben, nicht zuletzt nach China. Damit wird auch der Ausstoß von Treibhausgasen ausgelagert und verschwindet aus der Bilanz von EU-Staaten wie Österreich oder Deutschland.

Ein Computer "made in China", der in Österreich verwendet wird, belastet die Chinesische Klimabilanz . Soja, das an Österreichs Rinder verfüttert wird, belastet nicht die österreichische sondern die brasilianische Klima-Bilanz. Die Berechnungen der Pro-Kopf-Emissionen in den Industriestaaten sind somit nicht zutreffend, solange deren Importe außen vor bleiben.

Die durch Österreich verursachten Emissionen sind um etwa 30 Prozent höher, als es in den offiziellen Statistiken dokumentiert wird. Das geht aus einer OECD-Studie hervor, die auf der Basis von Input-Output Modellen zeigt, dass die CO2-Emissionen der OECD Staaten, berechnet nach dem Konsum im Jahr 2000, insgesamt um 61,1 Prozent höher waren, als die auf herkömmliche Weise ermittelten Emissionen. Umgekehrt belegt eine 2009 erschienen Studie der Universität Cambridge dass rund 30 Prozent des Anstiegs der chinesischen Treibhausgasemissionen durch westlichen Konsum mit verantwortet wird, während das Bevölkerungswachstum in China gerade nur ein Prozent ausmacht.

Die Industriestaaten sind für rund 80 Prozent der historischen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Österreichs Pro-Kopf-Emission sind immer noch doppelt so hoch wie die von China, mindestens sieben Mal höher als die in Indien und fast 10 Mal so hoch wie die in der Sub-Sahara Afrikas.

Download Studie > bit.ly/7i6s0j


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