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ÖKOLOGIE

60.000 Bäume sollen gefällt werden (c) Robin Wood

 

60.000 Bäume sollen für" VW-Flughafen" fallen


Braunschweig (11.1.10): Seit heute morgen werden im Querumer Forst in Braunschweig Bäume für den Ausbau des dortigen Regionalflughafens gefällt, wie ROBIN WOOD berichtet.
Nach dem negativen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in Leipzig vom 11. November 2009, womit der Weg für den Bau frei gemacht wurde, war klar, dass die Abholzung kommen wird. Die GRÜNEN Braunschweigs schrieben damals in ihrer Pressemitteilung:

"Wir GRÜNEN haben das von CDU, SPD und FDP beschlossene Prestigeprojekt Flughafen-Ausbau bekanntlich von Anfang an bekämpft. Seit die ersten Pläne (vor über neun Jahren) ruchbar wurden, haben wir den Widerstand dagegen ideell und auch finanziell unterstützt. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts finden wir deshalb sehr bestürzend. Wir hatten auf eine andere Entscheidung gehofft. Der Richterspruch ist ein schwerer Schlag sowohl für den Natur- und Klimaschutz als auch für die Anwohner/innen des Flughafens. Zigtausende zum Teil sehr alte und wertvolle Bäume im Querumer Forst sind nun akut von Abholzung bedroht. Der Flughafen-Ausbau wird das Wirtschaftswachstum nicht ankurbeln, sondern einfach nur bequemere Langstreckenflüge für das VW-Management ermöglichen. Dabei soll doch (aktuellen Meldungen zufolge) am „Campus-Forschungsflughafen“ ein Flugzeug entwickelt werden, das eine Start- und Landebahn von nur noch 800 Metern benötigt!"

Die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD lehnt das Ausbauvorhaben strikt ab, weil es unnötig ist, Natur zerstört und den Flugverkehr trotz seiner extremen Klimaschädlichkeit weiter fördert. ROBIN WOOD unterstützt die Proteste von örtlichen Initiativen und Naturschützer/innen.

Der wichtigste Nutzer des Braunschweiger Flughafens sei der Autokonzern VW. Die Volkswagen AG, selbst Miteigentümerin des Flughafens, will eine Verlängerung der Start- und Landebahn, damit die Manager des Konzerns direkt von Braunschweig aus mit einem voll betankten Flieger zu Langstreckenflügen nach Asien oder Südamerika starten können. Dabei liegt der Flughafen Hannover-Langenhagen nur 75 Kilometer entfernt und ist bestens ans Verkehrsnetz angebunden. Für die Pistenverlängerung sollen rund 60.000 Bäume gefällt bzw. in der Höhe gekappt werden. Obwohl dabei ein ökologisch wertvolles EU-Vogelschutzgebiet zerstört wird, hatten die Gerichte grünes Licht für den Ausbau gegeben.

"Volkswagen versucht, sich mit Baumpflanzaktionen und Spritspar-Tipps ein grünes Image zu geben. Wie es der Konzern tatsächlich mit dem Umwelt- und Klimaschutz hält, sehen wir im Querumer Forst: Wertvoller alter Wald wird vernichtet, nur damit einige VW-Manager noch ein bisschen schneller und bequemer ans Ziel kommen", sagt Monika Lege, Verkehrsreferentin der Umweltorganisation ROBIN WOOD.

Fliegen schädigt das Klima sehr viel mehr als Reisen zu Land. Der VW-eigene Airbus vom Typ A319, der bisher am Flughafen Hannover-Langenhagen stationiert ist, verbrennt in Reiseflughöhe 2.600 Liter Kerosin pro Stunde.

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