Anzeige
Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Dieses Siegel garantiert die Nachhaltigkeit der Bio-Massen und Bio-Energien.

 

Biomasse: Zertifzierung steht


Köln (21.1.10): Das „International Sustainability and Carbon Certification“ (ISCC) als eines der ersten marktreifen Zertifizierungssysteme, das übergreifend für alle Agrarrohstoffe angewendet werden kann, liegt vor. Es stellt einen wichtigen Schritt für die Erfüllung der deutschen Nachhaltigkeitsverordnungen für flüssige Biomasse und Biokraftstoffe dar.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat das Zertifizierungssystem "International Sustainability and Carbon Certification" (ISCC) vorläufig anerkannt. Damit ist ISCC das weltweit erste Zertifizierungssystem, das für die Kontrolle der Einhaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen bei Biokraftstoffen und flüssige Biomasse für die Stromerzeugung staatlich zugelassen ist.

"Die Anerkennung durch die BLE ist ein Meilenstein für das ISCC-System", sagt Dr. Norbert Schmitz, Geschäftsführer der ISCC System GmbH. "Landwirtschaft, Handel und Industrieunternehmen können über ISCC Nachhaltigkeit und entstandene Treibhausgasemissionen auf allen Verarbeitungsstufen nachweisen. Die staatliche Anerkennung ist Grundlage dafür, dass die zertifizierte Bioenergie auf die Quotenverpflichtungen angerechnet bzw. gefördert wird."

ISCC ist das Ergebnis eines global ausgerichteten Multi-Stakeholder-Prozesses. Mehr als 200 Organisationen aus Europa, Amerika und Südostasien waren an der Entwicklung beteiligt. "Die zweijährige Pilotphase hat es uns erst ermöglicht, ein praxistaugliches System zu entwickeln, das den völlig neuartigen Anforderungen der Nachhaltigkeitsverordnungen und den Gegebenheiten in den verschiedenen Regionen und den globalen Agrarmärkten entspricht", sagt Schmitz. Soja, Ölpalm, Zuckerrohr wurden ebenso einbezogen wie beispielsweise Raps und Getreide in Europa. Nachhaltigkeitsanforderungen gelten damit gleichermaßen für alle landwirtschaftlichen Rohstoffe und Regionen.

Mit dem Instrument ISCC wird auch die Einhaltung von Nachhaltigkeitsanforderungen in der EU und Deutschland überprüft. Dies entspricht dem Bedarf der heimischen Landwirtschaft und der verarbeitenden Unternehmen mit ihren umfangreichen internationalen Handelsverflechtungen.

Ende Januar startet der reguläre Betrieb des Systems. Dann haben 40 Auditoren aus aller Welt an einem umfangreichen ISCC-Training in Berlin teilgenommen und können vor Ort die Nachhaltigkeitsanforderungen überprüfen und erste Zertifikate ausstellen. Über eine Internet-Plattform werden den Auditoren die erforderlichen Instrumente zur Verfügung gestellt und Zertifikate registriert.

„Ab sofort kann die Nachhaltigkeit von Produkten besser ausgewiesen werden“, erklärt Martina Fleckenstein, Leiterin Agrarpolitik des WWF Deutschland. „Vor allem die ökologischen und sozialen Aspekte bei der Herstellung von Biokraftstoff für den Tank oder flüssiger Biomasse für die Stromproduktion sind mit dem ISCC-Kriterienkatalog nachvollziehbar.“

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette würden auch die Treibhausgasemissionen bilanziert und in dem Zertifikat mit aufgeführt. Dies ermögliche eine fundierte Aussage über die tatsächliche Klimafreundlichkeit einzelner Produkte, die eine Entscheidung über das Für und Wider der Bioenergienutzung stark beeinflussen.

Download > www.iscc-project.org/e711/element712/090218_ISCCBro_de_ger.pdf

>>>
Werbung: Fördern Sie eine unabhängige Berichterstattung und Presse für Nachhaltigkeit auf Social Business Grundlagen. Werden auch Sie Abonnent der Glocalist Medien - Medien für Nachhaltigkeit > www.glocalist.com/abonnement/

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Ölplattform in der Ostsee Naturschutzgebiet geplant
>CCS Technologie gescheitert
>NGOs und Öl aus Kanada
>Luft in Deutschland: Zu viel Feinstaub in den Städten
>Klimaschutz ist gut für die Wirtschaft
>Tiefsee durch Fischerei in Gefahr
>WWF-Studie warnt vor Überfischung
>Flächenfraß in der Landwirtschaft: Eine gute, böse Kampagne?
>81 Millionen faire Rosen
>Gentech-Reis "Goldener Reis"
>Deutsches Trinkwasser sei sehr gut
>Einsatz von Antibiotika reduzieren, Grenzwerte festlegen
>E-Mobilität und Klimaschutz braucht mehr erneuerbare Energie
>Antibiotika-Resistenzen und Essen
>Wale als Beifang gehört gestoppt
>Antibiotika und Massentierhaltung
>Biokerosin
>BUND zieht die Umweltbilanz und NABU erstellt Chronik
>Bank Austria/Unicredit ist Österreichs "Atombank" Nummer 1
>Energieverbrauch 2011 sinkt in Deutschland
>Banken als Klimakiller?
>Greenpeace-Aktivisten protestieren auf VW-Konferenz
>1. Afrikanische Ökodorf-Konferenz
>WWF wirft APP Greenwashing vor
>Weihnachtsbaumtest: Pestizide
>Durban gescheitert
>Studie: Gentechnologielobby sei korrupt
>Neu: Bundespreis für EcoDesign
>ÖGUT-Umweltpreis 2011
>Unsinn: EU gibt Milliarden aus, damit Meer tot gefischt wird
>Studie: Welche Staaten sind attraktiv für Solarenergie?
>Ökosiegel für Autos: Da ist was schief gegangen
>WWF-Bericht: Wald und Klima
>Schlechtes Zeugnis für Tunfisch in der Dose
>Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger
>Unilever: Kritik hält an
>Tourismus und Klimagerechtigkeit
>Feinstaubkrise durch Strassenbau
>Ökostrom kein Preistreiber für Industrie, aber für Bürger
>Grüne Rechenzentren
>Siegel MSC verbessert Lage in den Meeren
>Kein Sondermüll als Nahrung: Fleisch
>30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger
>PIK: Hitzewellen und Wetterkapriolen
>Grüne Elektronik - neuer Ratgeber
>Stop Ölbohrungen im Wattmeer
>Höchster Zuwachs Co2-Emission
>G20 - Klima- und Verbraucherschutz rutschen in das Abseits
>Weniger Energieverbrauch 2011 weil milder Winter
>Nach DUH-Klage: Hornbach ohne Quecksilberlampen
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"