Er befürchtet dramatische Konsequenzen für die Entwicklungsländer und fordert einen "dringend notwendigen" Wandel der Klimapolitik aller Staaten.
Gemeinsam mit anderen europäischen Bischöfen appelliert Schwarz an die Regierungschefs der EU, in dieser kritischen Phase der Klimaverhandlungen ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen.
"Es ist höchste Zeit, dass alle Staaten einen angemessenen Beitrag zur Überwindung des weltweiten Klimawandels leisten", sagte Bischof Schwarz am Freitag im Gespräch mit "Kathpress". Schwarz: "Diese Konferenz bietet die Gelegenheit, das Ruder herumzureißen und globale Gerechtigkeit zu schaffen. Die Politik ist dabei, diese reale Chance auf Kosten der Menschen und der Schöpfung zu verspielen". "Schwache" Bekenntnisse zur Reduktion der Treibhausgasemissionen der industrialisierten Länder sowie "untragbar schwache" Finanzierungsvorschläge für Anpassungs- und Reduktionsmaßnahmen in Entwicklungsländern hätten die Vorarbeiten für die Abschlusstexte der UN-Klimakonferenz bestimmt.
In ihrem gemeinsamen Brief fordern insgesamt fünf europäische Bischöfe (Ludwig Schwarz/Linz, Werner Thissen/Hamburg, John Rawsthorne/Hallam, Aloys Jousten/Lüttich, John Kirby/Clonfert)die Regierungschefs der Europäischen Union auf, in dieser kritischen Phase der Klimaverhandlungen ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen. Die Position der Europäischen Union ermögliche eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2020. Die EU müsse diesen Schritt unverzüglich und auch im Alleingang setzen; zugleich sei die Union aber auch gefordert, Finanzmittel für Maßnahmen zur Überwindung der Auswirkungen des Klimawandels in den Ländern des "Südens" bereitzustellen.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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