Vor Grönland ist ein riesiger Eisberg vom Petermann-Gletscher abgebrochen. Ein Bruchstück von einer Fläche von 260 Quadratkilometern - viermal so groß wie der New Yorker Stadtteil Manhattan. Die Platte ist halb so dick, wie das Empire State Building in New York hoch ist.
Das Wasser des Eisbergs könnte die gesamte USA 120 Tage lang mit Trinkwasser versorgen. Und die Politik schläft. Das Tempo der Gletscherschmelzen habe sich in den letzten Jahren fast verdreifacht. Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gletscherschmelzen bis hin zu Katastrophenwetter ist offensichtlich.
Nicht nur die Arktis ist betroffen, sondern auch die Gletscher in den Alpen. So berichtet der Österreichische Alpenverein in seinem Gletscherbericht für das Jahr 2008/2009: Im Berichtsjahr 2008/09 blieben die Gletscher lange unter einer schützenden Schneeschicht vor den überdurchschnittlich hohen Sommertemperaturen verschont. Die Gletscher lagen nur kurze Zeit völlig blank. Somit haben sich die Längenverluste in Grenzen gehalten und entsprechen dem Mittel der letzten 10 Jahre.
Das führte dazu, dass von den 93 beobachteten Gletschern 85 zurückgeschmolzen sind, sieben als stationär eingestuft werden können und ein Gletscher vorgestoßen ist. Der mittlere Längenverlust beträgt dennoch 14,4 m. Am meisten zugesetzt hat das letzte Jahr dem Niederjochferner (Ötztal). Er schrumpfte um 46 m!
Der Petermann-Gletscher ist ein im Nordwesten Grönlands gelegener, etwa 1300 Quadratkilometer großer Gletscher. Er ist eines von 130 Eisfeldern, die sich vom Grönländischen Eisschild speisen. Ein besonderes Merkmal ist die etwa 70 km lange und 15 km breite im Wasser schwimmende Gletscherzunge. Gemeinsam mit dem südlich gelegenen Humboldt-Gletscher beträgt das Einzugsgebiet 121 000 km², was 10% der Gesamtfläche der Einzugsgebiete aller grönländischen Gletscher entspricht, so Wikipedia.
Entdeckt wurde der riesige Koloss von einer kanadischen Eisforscherin auf einer Satellitenaufnahme der Nasa. Das abgebrochene Eis wird in der Nares-Straße zwischen Grönland und Kanada treiben und dort früher oder später in kleinere Stücke zerbrechen.
Bereits im letzen Jahr war eine Greenpeace-Expedition in der Arktis unterwegs und dokumentierte die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis wie auf Glocalist berichtet. Schon damals warnten Experten und NGOs vor dem Zerfallen des Petermann-Gletschers, da 2009 im Jahresmittel die Temperaturen um 7 Grad wärmer waren.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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