Anzeige
Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

 

Ein Gletscher zerfällt


Arktis (9.8.10): Der Petermann-Gletscher zerfällt. Wie Greenpeace aktuell berichtet ist ein Riesenstück mal weggebrochen.
Vor Grönland ist ein riesiger Eisberg vom Petermann-Gletscher abgebrochen. Ein Bruchstück von einer Fläche von 260 Quadratkilometern - viermal so groß wie der New Yorker Stadtteil Manhattan. Die Platte ist halb so dick, wie das Empire State Building in New York hoch ist.

Das Wasser des Eisbergs könnte die gesamte USA 120 Tage lang mit Trinkwasser versorgen. Und die Politik schläft. Das Tempo der Gletscherschmelzen habe sich in den letzten Jahren fast verdreifacht. Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gletscherschmelzen bis hin zu Katastrophenwetter ist offensichtlich.

Nicht nur die Arktis ist betroffen, sondern auch die Gletscher in den Alpen. So berichtet der Österreichische Alpenverein in seinem Gletscherbericht für das Jahr 2008/2009: Im Berichtsjahr 2008/09 blieben die Gletscher lange unter einer schützenden Schneeschicht vor den überdurchschnittlich hohen Sommertemperaturen verschont. Die Gletscher lagen nur kurze Zeit völlig blank. Somit haben sich die Längenverluste in Grenzen gehalten und entsprechen dem Mittel der letzten 10 Jahre.

Das führte dazu, dass von den 93 beobachteten Gletschern 85 zurückgeschmolzen sind, sieben als stationär eingestuft werden können und ein Gletscher vorgestoßen ist. Der mittlere Längenverlust beträgt dennoch 14,4 m. Am meisten zugesetzt hat das letzte Jahr dem Niederjochferner (Ötztal). Er schrumpfte um 46 m!

Der Petermann-Gletscher ist ein im Nordwesten Grönlands gelegener, etwa 1300 Quadratkilometer großer Gletscher. Er ist eines von 130 Eisfeldern, die sich vom Grönländischen Eisschild speisen. Ein besonderes Merkmal ist die etwa 70 km lange und 15 km breite im Wasser schwimmende Gletscherzunge. Gemeinsam mit dem südlich gelegenen Humboldt-Gletscher beträgt das Einzugsgebiet 121 000 km², was 10% der Gesamtfläche der Einzugsgebiete aller grönländischen Gletscher entspricht, so Wikipedia.

Entdeckt wurde der riesige Koloss von einer kanadischen Eisforscherin auf einer Satellitenaufnahme der Nasa. Das abgebrochene Eis wird in der Nares-Straße zwischen Grönland und Kanada treiben und dort früher oder später in kleinere Stücke zerbrechen.

Bereits im letzen Jahr war eine Greenpeace-Expedition in der Arktis unterwegs und dokumentierte die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis wie auf Glocalist berichtet. Schon damals warnten Experten und NGOs vor dem Zerfallen des Petermann-Gletschers, da 2009 im Jahresmittel die Temperaturen um 7 Grad wärmer waren.


<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Ölplattform in der Ostsee Naturschutzgebiet geplant
>CCS Technologie gescheitert
>NGOs und Öl aus Kanada
>Luft in Deutschland: Zu viel Feinstaub in den Städten
>Klimaschutz ist gut für die Wirtschaft
>Tiefsee durch Fischerei in Gefahr
>WWF-Studie warnt vor Überfischung
>Flächenfraß in der Landwirtschaft: Eine gute, böse Kampagne?
>81 Millionen faire Rosen
>Gentech-Reis "Goldener Reis"
>Deutsches Trinkwasser sei sehr gut
>Einsatz von Antibiotika reduzieren, Grenzwerte festlegen
>E-Mobilität und Klimaschutz braucht mehr erneuerbare Energie
>Antibiotika-Resistenzen und Essen
>Wale als Beifang gehört gestoppt
>Antibiotika und Massentierhaltung
>Biokerosin
>BUND zieht die Umweltbilanz und NABU erstellt Chronik
>Bank Austria/Unicredit ist Österreichs "Atombank" Nummer 1
>Energieverbrauch 2011 sinkt in Deutschland
>Banken als Klimakiller?
>Greenpeace-Aktivisten protestieren auf VW-Konferenz
>1. Afrikanische Ökodorf-Konferenz
>WWF wirft APP Greenwashing vor
>Weihnachtsbaumtest: Pestizide
>Durban gescheitert
>Studie: Gentechnologielobby sei korrupt
>Neu: Bundespreis für EcoDesign
>ÖGUT-Umweltpreis 2011
>Unsinn: EU gibt Milliarden aus, damit Meer tot gefischt wird
>Studie: Welche Staaten sind attraktiv für Solarenergie?
>Ökosiegel für Autos: Da ist was schief gegangen
>WWF-Bericht: Wald und Klima
>Schlechtes Zeugnis für Tunfisch in der Dose
>Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger
>Unilever: Kritik hält an
>Tourismus und Klimagerechtigkeit
>Feinstaubkrise durch Strassenbau
>Ökostrom kein Preistreiber für Industrie, aber für Bürger
>Grüne Rechenzentren
>Siegel MSC verbessert Lage in den Meeren
>Kein Sondermüll als Nahrung: Fleisch
>30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger
>PIK: Hitzewellen und Wetterkapriolen
>Grüne Elektronik - neuer Ratgeber
>Stop Ölbohrungen im Wattmeer
>Höchster Zuwachs Co2-Emission
>G20 - Klima- und Verbraucherschutz rutschen in das Abseits
>Weniger Energieverbrauch 2011 weil milder Winter
>Nach DUH-Klage: Hornbach ohne Quecksilberlampen
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"