Anzeige
Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Tunfischfang vor der spanischen Küste. © Jorge BARTOLOME / WWF

 

EU stoppt vorzeitig Thunfischfang


Hamburg (11.6.10): Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet.
Weil die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt hatten, stoppte die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki gestern die Ringwadenfischerei auf Roten Tun.

Der WWF begrüßt diese Maßnahme, fordert aber ein generelles Verbot der Ringwadenfischerei auf Roten Tunfisch im Mittelmeer auch für die Zukunft.

„Dass die EU Flotte in zwei Wochen ihre gesamte Jahresquote an Rotem Tun ausfischt, ist kein Zeichen für eine Erholung der Bestände - sondern zeigt die immense Überkapazität in dieser Fischerei“, sagt Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF. „Der Einsatz von Ringwadenschiffen in dieser Fischerei ist weder angemessen noch nachhaltig – und ökologisch untragbar“.

Die französische Ringwadenflotte hatte am 8 Juni bereits 1.456 Tonnen, d.h. 86 Prozent ihrer jährlichen Quote gefangen, die spanische Flotte bereits 90 Prozent bzw. 728 Tonnen Tunfisch. „Dass diese High-Tech-Schiffe für 50 Wochen an der Hafenmauer festliegen, ist absurd. Dass sie überhaupt zum Fischen fahren können, liegt nur an den riesigen Subventionen, die die EU ihnen gewährt hat“, so Schacht weiter.

Der WWF hat in der Vergangenheit wiederholt einen Fangstopp im Mittelmeer gefordert. Die Bestände waren hier in den letzten 50 Jahren um 75% eingebrochen, die fortpflanzungsfähige Population gilt als akut gefährdet.

(Quelle: WWF)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Ölplattform in der Ostsee Naturschutzgebiet geplant
>CCS Technologie gescheitert
>NGOs und Öl aus Kanada
>Luft in Deutschland: Zu viel Feinstaub in den Städten
>Klimaschutz ist gut für die Wirtschaft
>Tiefsee durch Fischerei in Gefahr
>WWF-Studie warnt vor Überfischung
>Flächenfraß in der Landwirtschaft: Eine gute, böse Kampagne?
>81 Millionen faire Rosen
>Gentech-Reis "Goldener Reis"
>Deutsches Trinkwasser sei sehr gut
>Einsatz von Antibiotika reduzieren, Grenzwerte festlegen
>E-Mobilität und Klimaschutz braucht mehr erneuerbare Energie
>Antibiotika-Resistenzen und Essen
>Wale als Beifang gehört gestoppt
>Antibiotika und Massentierhaltung
>Biokerosin
>BUND zieht die Umweltbilanz und NABU erstellt Chronik
>Bank Austria/Unicredit ist Österreichs "Atombank" Nummer 1
>Energieverbrauch 2011 sinkt in Deutschland
>Banken als Klimakiller?
>Greenpeace-Aktivisten protestieren auf VW-Konferenz
>1. Afrikanische Ökodorf-Konferenz
>WWF wirft APP Greenwashing vor
>Weihnachtsbaumtest: Pestizide
>Durban gescheitert
>Studie: Gentechnologielobby sei korrupt
>Neu: Bundespreis für EcoDesign
>ÖGUT-Umweltpreis 2011
>Unsinn: EU gibt Milliarden aus, damit Meer tot gefischt wird
>Studie: Welche Staaten sind attraktiv für Solarenergie?
>Ökosiegel für Autos: Da ist was schief gegangen
>WWF-Bericht: Wald und Klima
>Schlechtes Zeugnis für Tunfisch in der Dose
>Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger
>Unilever: Kritik hält an
>Tourismus und Klimagerechtigkeit
>Feinstaubkrise durch Strassenbau
>Ökostrom kein Preistreiber für Industrie, aber für Bürger
>Grüne Rechenzentren
>Siegel MSC verbessert Lage in den Meeren
>Kein Sondermüll als Nahrung: Fleisch
>30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger
>PIK: Hitzewellen und Wetterkapriolen
>Grüne Elektronik - neuer Ratgeber
>Stop Ölbohrungen im Wattmeer
>Höchster Zuwachs Co2-Emission
>G20 - Klima- und Verbraucherschutz rutschen in das Abseits
>Weniger Energieverbrauch 2011 weil milder Winter
>Nach DUH-Klage: Hornbach ohne Quecksilberlampen
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"