Man ist sich zumindest des Problems und der anstehenden Herausforderungen bewußt, was der schlichten de facto Totfischung zahlreicher Arten wie den Thunfisch geschuldet ist. Daher ist das Schwerpunktthema der diesjährigen Fachmesse Nachhaltigkeit.
"Eine nachhaltige Nutzung unserer globalen Fischbestände ist heute wichtiger denn je, um auch künftige Generationen mit dem qualitativ hochwertigen und gesunden Lebensmittel Fisch zu versorgen. Das erfordert verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten, vom Fischer über die Verarbeitungsindustrie und den Handel bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern", sagte Dr. German Jeub, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).
Dem ist wenig hinzuzufügen außer eben den Einsichten auch mal Taten folgen zu lassen. Und das Sündenregister der globalen Fischindustrie ist lange, sehr lange: Vom Beifang bis über die Verwednung von Schleppnetzen.
Rund 16 Kilogramm Fisch verzehrt jeder deutsche Verbraucher im Jahr. Gerade zur Weihnachtszeit zählt in vielen deutschen Haushalten Fisch zum Festtagsmenü. Doch längst nicht jeder Fisch auf dem deutschen Markt stammt aus umweltverträglichem Fang, warnt der WWF. "Verbraucher sollten auf die Herkunft des Fisches achten, denn viele Fischereien plündern die Meere", so WWF-Expertin Heike Vesper. Weltweit gelten 80% Prozent aller Fischbestände als zu stark oder bis an die Grenzen ausgebeutet.
"Wir raten, nur Fisch zu kaufen, der schonend gefangen wird und aus gesunden Beständen kommt", so Vesper vom WWF. Zur Orientierung sollten Verbraucher beim Fischkauf auf das blaue Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) achten. Das Zeichen garantiert eine umweltfreundliche Fischerei.
Rund 300 Aussteller aus 27 Nationen präsentieren sich auf der „fish international“ 2010. "Nachhaltigkeit ist für Konsumenten wichtiger denn je. Damit ist es auch ein vordringliches Thema für Händler, Erzeuger und Produzenten – und gehört auf diese Messe", erklärte Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen.
Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



ÖKOLOGIE
|
|
| << Zurück |
Kommentar
NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.







