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Sonntag, 1. August 2010 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

 

Greenpeace-Ratgeber „Grüne Elektronik”


Las Vegas (8.1.10): Bereits zum 14.mal präsentiert Greenpeace den Ratgeber für grüne Elektronik. Dieser hat sich mittlerweile zu einem Standard entwickelt.
Im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat die Umweltorganisation Greenpeace heute die vierzehnte Ausgabe des Ratgebers „Grüne Elektronik” vorgestellt: Während inzwischen fast alle Produkte von Apple, Nokia und Sony Ericsson ohne gefährliche Chemikalien gefertigt werden, enttäuschen jene von Dell, Lenovo, LGE und Samsung.

Bei der CES in Las Vegas, der weltgrößten Messe für Unterhaltungs¬elektronik, präsentiert sich so manche Firma gern als Öko-Wegbereiter. Der neue Greenpeace Ratgeber „Grüne Elektronik” zeigt jedoch auf, welche Hersteller ihre Versprechen tatsächlich umgesetzt haben und welche nur Schön¬färberei betreiben.

Apple, Nokia und Sony Ericsson hatten den Ausstieg aus PVC (Polyvinylchlorid) und bromierten Flammschutzmitteln (BFR) bis Ende 2009 versprochen und hielten ihre Ankündigungen auch ein. Zugesichert wurde das zwar von zahlreichen anderen Firmen wie Dell, Lenovo, LGE und Samsung ebenso, die sich dann allerdings nicht an ihre Beteuerungen hielten und daher in der aktuellen Aus¬gabe der „Grünen Elektronik“ deutlich schlechter abschnitten als zuvor.

„Es wird höchste Zeit, dass auch diese Unternehmen ihre Ankündigungen in die Tat umsetzen und auf gefährliche Chemikalien verzichten“, fordert Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin von Greenpeace, „was nicht zuletzt aufgrund der Überarbeitung der RoHS-Richtlinie innerhalb der EU ohnehin von großer Bedeutung ist.“ Ziel dieser Richtlinie ist es nämlich, die Anzahl an gefährlichen Stoffen in sämtlichen Elektronikgeräten zu reduzieren.

„Wirklich umweltbewusste Hersteller bieten nicht nur Elektronikprodukte an, die frei von PVC, BFR und chlorierten Flammschutzmitteln sind, sondern unterstützen zudem das gesetzliche Verbot dieser gefährlichen Chemikalien“, weiß Claudia Sprinz, „denn nur so kann ein branchenweiter Ausstieg gewährleistet werden.”

„2010 sollte jedenfalls ein erfreuliches Jahr werden, weil viele neue PCs und TV-Geräte auf den Markt kommen werden, die bereits frei von gefährlichen Chemikalien sind“, setzt die Greenpeace-Sprecherin fort. „Sogar Firmen wie Cisco, die keine Produkte für Endverbraucher herstellen und daher gar nicht erst im Greenpeace-Ratgeber gelistet sind, haben sich zu einem Ausstieg aus problematischen Chemikalien verpflichtet. Für all die Unternehmen hingegen, die diese wichtige Entwicklung auch 2010 verschlafen, wird der Zug in Richtung grüne Elektronik dann wohl end¬gültig abgefahren sein“, so Claudia Sprinz von Greenpeace.

Web >> marktcheck.greenpeace.at/elektronikranking.html


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