EU-Umweltkommissar Stavros Dimas: „Die örtlichen Behörden spielen bei der Verbesserung des Lebensumfelds von Stadtbewohnern eine ausschlaggebende Rolle. Die Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ soll Städte anspornen, ihre Umweltprobleme zu lösen und die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern, indem Umweltbelange s ystematisch in die Stadtplanung einbezogen werden.“
Anlauf des Bewerbungsverfahrens für den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ für die Jahre 2012 und 2013
All e europäischen Städte mit über 200 000 Einwohnern können sich ab sofort um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ für die Jahre 2012 und 2013 bewerben. Ausgezeichnet werden können Städte aus allen 27 Mitgliedstaaten, aus Bewerberländern (Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Kroatien) und aus den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes (Island, Norwegen und Liechtenstein).
Die Bewerbungen werden anhand von elf Umweltkriterien geprüft, wie u. a. lokale Initiativen zur Bekämpfung des globalen Klimawandels, Abfallerzeugung und Abfallbewirtschaftung, Schutz von Natur und biologischer Vielfalt, Verkehr, Luft- und Wasserqualität.
Kandidatens tädte können sich online bewerben. Die Bewerbungsfrist sowohl für das Jahr 2012 als auch für 2013 läuft am 1. Februar 2010 ab. Die Titelgewinner werden im Oktober 2010 bekannt gegeben.
Die J ury setzt sich aus Vertretern der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur und maßgeblicher europäischer und internationaler Umweltorganisationen zusammen.
Grünere Städte
Vier von fünf Europäer n leben heute in Stadtgebieten, und ihre Lebensqualität wird unmittelbar vom Zustand des städtischen Umfelds geprägt. Der Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ wurde konzipiert, um Umweltinitiativen zu fördern und zu belohnen, Städte zu weiterführenden Aktionen anzuspornen und einen Schaukasten für den Austausch bewährter Praktiken zwischen europäischen Städten zu schaffen und diesen Austausch zu fördern.
Titelg ewinner wird eine Stadt sein, die sich durch ein konsequent hohes Umweltschutzniveau auszeichnet und dauerhaft ehrgeizige Umweltziele, weitere Umweltverbesserungen und eine nachhaltige Entwicklung anstrebt. Der Titel soll Städte dazu anspornen, anderen europäischen Städten ein Beispiel zu setzen, und bewährte Praktiken fördern.
Stockholm und Hamburg haben sich gegen starke Konkurrenten durchgesetzt und wurden im Februar dieses Jahres erstmalig zu europäischen Umwelthauptstädten gekürt . Die schwedische Hauptstadt wird den Titel 2010 tragen, Hamburg im Jahr 2011. Beide Städte wurden aufgrund ihrer Initiativen zur Verbesserung der städtischen Lebensbedingungen (ehrgeizige Maßnahmen zur Bewältigung der Luftverschmutzung, des Problems der Verkehrsstaus und der Treibhausgasemissionen) als Vorbilder für das restliche Europa gewählt.
Hintergrund
Der Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ entstand aus einer Initiative verschiedener Städte mit grüner Vision. Das Konzept wurde ursprünglich im Rahmen einer Tagung vorgestellt, die von einem ehemaligen Bürgermeister der estnischen Hauptstadt Tallinn, Herrn Jüri Ratas, am 15. Mai 2006 in Tallinn anberaumt wurde, damit 15 europäische Städte und die Vereinigung estnischer Städte eine gemeinsame Vereinbarung zur Verleihung eines solchen Umwelttitels unterzeichnen . Zurzeit nehmen über 40 Städte, darunter 21 europäische Hauptstädte, an der Initiative teil.
Mehr zum Titel „Grüne Hauptstadt Europas“:
www.europeangreencapital.eu





