Die regionalen Klimabüros bündeln und vermitteln Forschungsergebnisse, die für klimaempfindliche Bereiche der jeweiligen Region besonders relevant sind. So liegen die Schwerpunkte des Norddeutschen Klimabüros bei Themen wie Stürmen, Sturmfluten und Seegang sowie Energie- und Wasserkreisläufen in Küstengebieten. Das Süddeutsche Klimabüro bietet Expertise zu kleinräumigen Extremereignissen wie Starkniederschlägen und Hochwasser an. Das Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg deckt Fragestellungen zum Klimawandel in den Polargebieten ab, mit besonderem Augenmerk auf der Entwicklung der Eisschilde und des Permafrostes. Das Mitteldeutsche Klimabüro konzentriert sich auf natur- und sozialwissenschaftliche Aspekte des Klimawandels. Dies sind z.B. Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Landnutzung oder die Bewertung von Anpassungsmaßnahmen an die Folgen der Klimaänderung.
Im Mitteldeutschen Raum ist bis zum Ende des Jahrhunderts vor allem mit weniger Sommerniederschlägen bei gleichzeitig höheren Temperaturen zu rechnen. "Dies wird eine der großen Herausforderungen für Wasserversorger, Land- und Forstwirtschaft sein", so Dr. Andreas Marx, Koordinator des Klimabüros in Leipzig. Daneben würde sich aufgrund der höheren Temperaturen im Sommer eine größere Hitzebelastung für den Menschen einstellen. Im Winter hingegen könne durch die geringere Belastung des Immunsystems bei höheren Temperaturen mit einem positiven Effekt auf die Gesundheit gerechnet werden.
Die Klimabüros mit Sitz in Bremerhaven, Geesthacht, Karlsruhe und Leipzig sowie das Climate Service Center (CSC) in Hamburg sind Teil der Anstrengungen der Helmholtz-Gemeinschaft, die Klimaforschung zu intensivieren. Mit der Klimainitiative REKLIM werden beispielsweise die Kompetenzen verschiedener Helmholtz-Arbeitsgruppen gebündelt, um die Veränderungen des Klimas und insbesondere die damit verbundenen Folgen auf regionaler Ebene zu untersuchen.
Web >> www.mitteldeutsches-klimabuero.de




