"Wenn Kohlendioxid zunächst durch kilometerlange Pipelines
befördert und dann tief in die Erde gepumpt wird, müssen die
Sicherheit der Bevölkerung und der Schutz der Natur an erster Stelle
stehen", forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
Die Langzeitsicherheit der unterirdischen Kohlendioxid-Deponien sei der
Knackpunkt der Technologie. Nur wenn gewährleistet sei, dass das in den
Untergrund gepresste Treibhausgas das Trinkwasser nicht gefährdet und
keinesfalls zurück an die Oberfläche gelangt, dürfe die potenzielle
Klimaschutztechnologie vorsichtig erprobt werden, wie auch beispielsweise der WWF vorschlägt.
Dabei warnte der NABU die Bundesregierung folgerichtig, die Risiken von den Verursachern auf die Gesellschaft abzuwälzen: Es dürfe nicht sein, dass die finanzielle Verantwortung für alle potenziellen Folgeschäden der CCS-Technologie nach 30 Jahren auf die Steuerzahler übergehe.
Der NABU begrüßte, dass der Gesetzentwurf den Einsatz von CCS auf wenige Demonstrationsprojekte beschränkt. "Möglicherweise werden wir diese Technik eines Tages brauchen, damit die beispielsweise bei der Produktion von Zement oder Stahl unvermeidbaren Treibhausgasemissionen das Klima nicht weiter aufheizen. Für einen solchen Zweck ist die behutsame Erforschung der Technologie sinnvoll“, erklärte NABU-Energieexperte Elmar Große Ruse.
Perspektivisch muss aber die Energieversorgung grundsätzlich auf erneuerbare Energien umgestellt werden, womit sich der Einsatz von Kohlekraftwerken und damit Co2-Speicherung ergeben.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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