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ÖKOLOGIE

Lichtverschmutzung und ökologische Stadtbeleuchtung


Berlin (17.8.10): Die Umweltschutzorganisation NABU thematisiert einen wenig beachteten Aspekt des Klimaschutzes und auch der Energieeinsparung: Die Lichtverschmutzung und ökologische Stadtbeleuchtung. 1 Million Tonnen Co2 könnten eingespart werden.
In Deutschland verschwenden Städte und Gemeinden jedes Jahr drei bis vier Milliarden Kilowattstunden Strom für die öffentliche Beleuchtung von Straßen, Brücken und Plätzen und da liegt der entscheidende Hebel auch.

Öffentliche Beleuchtung ist wichtig: Doch sie verschwendet auch Energie und belastet das Klima. Zudem wachsen den Kommunen die Kosten für Strom und Wartung über den Kopf. Und zu viele Lampen und Leuchten beeinträchtigen nachtaktive Insekten, Fledermäuse und Vögel.

Fast jede dritte Straßenlaterne in Deutschland ist so veraltet und ineffizient, dass sie ins Technikmuseum gehört. Vielerorts fällt das Licht nicht nur auf Straßen und Gehwege, sondern strahlt ungenutzt in Nachthimmel, Schlafzimmerfenster und benachbarte Naturräume.

Modernisierung gefordert

"Die Modernisierung der Stadtbeleuchtung ist einer der wichtigsten Beiträge der Kommunen zum Klimaschutz. Durch intelligente Lichtplanung und Beleuchtungstechnik kann der Energieverbrauch um 30 bis 50 Prozent gesenkt und die klammen Haushalte vieler Städte von steigenden Kosten für Strom und Wartung entlastet werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Jede dritte Straßenlaterne sei mehr als 20 Jahre alt und gehöre damit eher ins Technikmuseum. Zudem machen europäische Anforderungen an die Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung bis spätestens 2015 eine Umrüstung erforderlich.

Gleichzeitig entdecken immer mehr Kommunen in Deutschland Licht als attraktives Mittel, um das Stadtbild zu verschönern. Astronomen schätzen, dass das Ausmaß an künstlicher Beleuchtung in der Nacht durch immer mehr und vor allem hellere Lichtquellen jährlich in Deutschland um mehr als fünf Prozent zugenommen hat.

Der NABU fordert die Kommunen auf, den verschwenderischen und zum Teil völlig nutzlosen Einsatz von Licht zu begrenzen. Weniger sei mehr, müsse die zentrale Leitlinie für die nächtliche Beleuchtung lauten. Daher sollte auch die aus ökologischen Gründen unverzichtbare Dunkelheit in Naturräumen in der Stadt und im Umland erhalten bleiben.

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