Viel wird gesprochen, wie man Co2 speichern kann. Die Natur bietet dies quasi vor der Haustür. Mit einem umfangreichen Renaturierungs- und Schutzprogramm für Moore, könnte so ein hocheffektiver natürlicher und vor allem kostengünstiger Co2 Speicher darstellen.
Aber Moore zählen heute in Deutschland zu den stark bedrohten Lebensräumen. Seit dem 17. Jahrhundert werden Moore entwässert, um sie land- und forstwirtschaftlich zu nutzen und um sie als Rohstofflager auszubeuten. Lediglich drei Prozent aller Moore Deutschlands sind von dieser Zerstörung nicht betroffen.
Wie entsteht ein Moor?
Moore entstehen durch eine ständige Übersättigung an Niederschlags- und Grundwasser. Es werden verschiedene Moortypen unterschieden. Durch den mit dem Wasserüberschuss einhergehenden Sauerstoffmangel kommt es zu einem unvollständigen Abbau von Pflanzenteilen und der Entstehung von Torf, der abgelagert wird. Die Torfschicht wächst pro Jahr nur etwa einen Millimeter, es dauert daher also tausend Jahre, bis ein einziger Meter Torf entstanden ist. Torfabbau zerstört in Jahren die Vorräte, die in Jahrtausenden gewachsen sind. Moore zu schützen ist daher aus verschiedenen Gründen notwendig. Sie stellen eine enorme CO2-Senke dar, sie dienen dem Hoch- und Grundwasserschutz und sind Heimat vieler seltener Arten.
Der BUND fordert deswegen, den Naturzustand der Moore unbedingt zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Wasserhaushalt und Grundwasserspiegel müssen in betroffenen Regionen in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden. Moorschutz ist nicht nur ein kostengünstiger Klimaschutz. Er trägt auch zum Erhalt der Biodiversität bei, den sich die EU und Deutschland als Ziel gesetzt haben.
Und, jeder Konsument kann etwas zum Moorschutz beitragen, indem man nur mehr Erde ohne Torf für Garten und Balkon kauft. |
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