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ÖKOLOGIE

NABU: Hans-Werner Sinn ist Dinosaurier des Jahres 2009


Berlin/München (4.1.10): Über diesen Preis mag sich Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener Ifo-Institut wahrscheinlich nicht wirklich freuen. Die NABU bescheinigt ihm "Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein" zu sein und übermittelt ihm Deutschlands peinlichsten Umweltpreis: Dinosaurier des Jahres.
Der NABU hat den Ökonomen und Präsidenten des Münchener ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, mit dem „Dinosaurier des Jahres 2009“ - Deutschlands peinlichstem Umweltpreis -ausgezeichnet.

„Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ist auch Hans-Werner Sinn zurückgekommen. Seitdem verbreitet er hemmungslos seine veralteten Theorien vom alles regulierenden Markt und lässt kaum eine Gelegenheit aus, die moderne Umweltpolitik in der Öffentlichkeit zu attackieren“, begründete NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Wahl. Sinn sei ein Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein, welcher dem Ansehen und den Verdiensten des Natur- und Umweltschutzes nachhaltig schade, so die NABU in ihrer Begründung weiter.

Mit bewusst markigen Sätzen versucht Sinn in seinen Büchern, Artikeln und öffentlichen Auftritten Umweltschützer als „grüne Ideologen“ abzutun sowie die Mär von angeblich so effizienten Marktlösungen zu verbreiten, die keinerlei Vorgaben von staatlicher Seite benötigten. Besonders giftet Volkswirt Sinn dabei gegen die Förderung Erneuerbarer Energien. Er spricht sich gegen Windräder und Solarzellen aus, weil sie seiner Meinung nach nicht helfen, klimaschädliches Kohlendioxid einzusparen, und er bestreitet die wirtschaftlichen Potenziale Erneuerbarer Energien. Statt für bessere Wettbewerbsbedingungen im Energiemarkt streitet der ifo-Chef lieber ganz im Sinne der großen Stromkonzerne für das Festhalten an der Risiko- und Steinzeittechnologie Atomkraft.

„Wohin der von Hans-Werner Sinn propagierte Marktradikalismus geführt hat, haben wir gesehen: geradewegs in die organisierte Verantwortungslosigkeit in einer globalisierten Finanzwirtschaft“, so Tschimpke. Das hat die Steuerzahler in aller Welt Hunderte Milliarden an Staatshilfen gekostet und Millionen von Menschen finanziell ruiniert.

„Die theoretischen Modelle und politischen Forderungen aus dem Elfenbeinturm von Herrn Sinn und seinen Kollegen sind deshalb so gefährlich, weil sie regelmäßig an unserer komplexen Realität scheitern. So lassen sich nicht unsere natürlichen Lebensgrundlagen sichern. Gehen diese aber verloren, werden wir alle zu leiden haben - genau wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise“, kritisierte Tschimpke.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, der aus Zinn gegossenen und 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich sowohl durch herausragende Einzelleistungen als auch durch die Summe ihres Gesamtwerkes in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben.

Weitere prominente Dino-Preisträger sind u.a. der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerhard Sonnleitner, Air Berlin-Chef Joachim Hunold, und Ex-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, der die Trophäe im vergangenen Jahr erhielt.

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