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ÖKOLOGIE

Naturschutzgebiete als effiziente Klimaschutzmaßnahme


Berlin (9.12.09): Naturschutzgebiete können mehr als nur die Wanderlust zu bedienen und schön für das Auge zu sein. Sie sind kostengünstige Alternativen für den Klimaschutz.
So die Aussage einer neuen Studie von IUCN, The Nature Conservancy, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Wildlife Conservation Society, der Weltbank und der Umweltstiftung WWF, die mit einem Vorwort von Nicholas Stern versehen ist, Autor des mittlerweile berühmten Stern-Report, der die Folgekosten für Untätigkeit in Sachen Klima- und Umweltschutz vorgerechnet hat.

Und es soll in diesem Zusammenhang auch nicht jene Studie von McKinsey vergessen sein, die ausführt, dass mit schlappen 400 Milliarden Euro Investitionen die drohendsten Folgen des Klimawandels abwendbar seien. Ein Schnäppchen, wenn man dies vergleicht mit jenen Stützzahlungen für die Banken, die aktuell global sich auf rund 4 Billionen Euro belaufen dürften nach Schätzung von verschiedenen Experten.

Und Naturschutzgebiete gehören zu eben diesen ökonomisch günstigen wie einfachen Maßnahmen: 50 Prozent des weltweit im Boden gebundenen Kohlenstoffdioxids (312 Gigatonnen) sind in Naturschutzgebieten gespeichert. Daher spielen Naturschutzgebiete eine wichtige Rolle bei der Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen in der Atmosphäre. In Kanada sind beispielsweise über 4.000 Millionen Tonnen Kohlendioxid in 39 Nationalparks gespeichert. Das entspricht Emissionszertifikaten im Wert von 39 - 87 Billionen US-Dollar. Im brasilianischen Amazonasregenwald verhindern Schutzgebiete die Abholzung von 670.000 km2 Regenwald, was bis zum Jahr 2050 bis zu acht Billionen Tonnen CO2 entspricht.

Naturschutzgebiete dienen zusätzlich als natürliche Pufferzonen gegen die Folgen des Klimawandels und andere Naturkatastrophen. Sie bieten Raum für Überflutung, Erdrutsche und vermindern die Heftigkeit von Stürmen. In den USA werden jährlich Flut- und Hurrikanschäden im Wert von 23,2 Billionen US-Dollar durch geschützte Küstenzonen verhindert. Zusätzlich erhalten Schutzgebiete die natürlichen Ressourcen. Ein Drittel der 100 größten Städte weltweit beziehen ihr Trinkwasser aus Wäldern in Naturschutzgebieten.

Der Erhalt und Ausbau von Naturschutzgebieten ist daher eine wichtige Maßnahme des internationalen Klimaschutz.

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