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ÖKOLOGIE

Niedrigster Energieverbrauch seit 40 Jahren


Köln (15.3.10): Die Arbeitsgemeinschaft Energieverbrauch e.V. hat nachgerechnet. Der Primärenergieverbrauch sank 2009 um rund 6 Prozentpunkte. Der Anteil der erneuerbaren Energie liegt bei 8,9 %.
Der Verbrauch an Primärenergieträgern betrug in Deutschland
2009 13.341 Petajoule (PJ) oder 455,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).

Gewaltige Summen, die meinen das der Verbrauch um rund 6 Prozent weniger war als 2008. Damit fiel der Energieverbrauch in Deutschland, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in ihrem jetzt erschienenen Jahresbericht 2009 mitteilt, auf das niedrigste Niveau seit Anfang der 1970er Jahre.

Damit geht wenig überraschend einher wie vor wenigen Wochen berichtet, eine Senkung der Treibhausgasemissionen. Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent).

Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis Ende 2009 danach um 28,7 Prozent gesenkt. Insbesondere im Industriebereich und im verarbeitenden Gewerbe gingen die Emissionen um 20 Prozent zurück. Bundesumweltminister Norbert Röttgen erklärte hierzu: „Der Rückgang der Emissionen liegt vor allem an der Wirtschaftskrise. Unser Ziel heißt jedoch Wachstum durch Klimaschutz. Deswegen werden wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Förderung der Energieeffizienz weiter forcieren, denn nur dies garantiert dauerhaften Klimaschutz und fördert zugleich das Wirtschaftswachstum.“

So sieht auch die Arbeitsgemeinschaft Energieverbrauch wenig überraschend, dass die Verbrauchsentwicklung durch den starken konjunkturellen Einbruch entscheidend verursacht worden sei. Die wirtschaftliche Leistung Deutschlands verringerte sich im Vorjahr
um 5 Prozent. Das war der bisher stärkste Rückgang in der gesamten Geschichte der Bundesrepublik. Die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe sank um fast 18 Prozent.

Vor allem in den energieintensiven Industriezweigen wurde die Produktion besonders stark reduziert, so dass der Energieverbrauch stärker zurückging als die Wirtschaftsleistung.

Neben konjunkturellen Gründen wirkte sich die stark erhöhte Beimischung von Biokraftstoffen, die statistisch bei den erneuerbaren Energien geführt werden, auf die Verbrauchsentwicklung aus. In Summe nahm die Bedeutung von Steinkohle und Kernenergie ab. Die der Erneuerbaren Energien steigt.

(Quelle Zahlen: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.)

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