Wie auf Glocalist berichtet hatte Sinar Mas seinen Kunden Anfang Februar zugesichert, keine Regen- und Torfwälder mehr zu roden, um auf den Flächen Akazienholz oder Ölpalmen für seine Papier- und Palmölproduktion anzupflanzen.
Der neue Greenpeace-Report "How Sinar Mas is expanding its Empires of Destruction" dürfte aber das Gegenteil zeigen: "Wir haben Sinar Mas erneut auf frischer Tat ertappt", sagt Oliver Salge, Waldexperte bei Greenpeace.
Der aktuelle Greenpeace-Report will mit neuen Fotos und Untersuchungen vor Ort belegen, dass die Sinar Mas-Gruppe auf der Insel Borneo weiterhin Regenwald rodet. Davon betroffen sind auch die Lebensgebiete der bedrohten Orang-Utans: Der indonesische Wald speichert große Mengen an Kohlenstoff und schützt das weltweite Klima.
Antwort auf Greenpeace-Vorwürfe steht aus
Zwei Bereiche innerhalb der Sinar-Mas-Gruppe führen die Zerstörung an: Zellstoff und Palmöl. Mitte Juli gab der Chef des Palmölbereichs in Interviews sogar zu, dass sein Unternehmen die Ölplantagen um eine weitere Million Hektar ausweiten will.
Mitverantwortung der Kunden gefragt
In den vergangenen Monaten haben Unternehmen wie Unilever und Kraft ihre Verträge mit Sinar Mas ausgesetzt. Auch Nestlé, der weltweit größte Lebensmittelhersteller, hat mittlerweile auf Druck von Greenpeace seine Geschäftsbeziehungen zu Sinar Mas auf Eis gelegt und erarbeitet aktuell höhere Nachhaltigkeitsstandards für seine Palmöl-Lieferkette. "Käufer der Palmöl- und Papierprodukte von Sinar Mas können nur zu einem Schluss kommen: Überdenken Sie Ihre Geschäftsbeziehungen zu Sinar Mas. Beteiligen Sie sich nicht an der Vernichtung des letzten Lebensraumes der Orang Utans", betont Salge.
Hintergrundbericht auf Glocalist > bit.ly/d9qhtz
(Quelle: Greenpeace)
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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