Langfristig der Umwelt helfen – das ist das erklärte Ziel von „Road to Zero", berichtet die Sony Corporation. Mit einem ökologischen Konzept will das Unternehmen seine CO2-Emissionen bis 2050 auf null reduzieren.
"Road to Zero ist unsere Antwort auf die große Herausforderung unserer Gesellschaft in diesem Millennium: die Umwelt", unterstreicht Sir Howard Stringer, CEO und Präsident der Sony Corporation. "Die neue Umweltstrategie bündelt unser gesamtes technologisches Know-how, damit effektive Lösungen für ein nachhaltiges ökologisches Gleichgewicht gefunden werden. Von der Entwicklung neuer Materialien, über den Einsatz innovativer energieeffizienter Technologien und der Einführung nachhaltiger Prozesse werden wir mit Nachdruck daran arbeiten, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.Gleichzeitig möchten wir Vorbild für die Industrie sein und diese motivieren, ähnliche Modelle zu entwickeln."
Mit den Programm „Road to Zero" plant Sony nicht nur die Reduzierung der CO2-Emissionen, sondern auch von Abfall und nicht-recyclebaren Materialien wie beispielsweise auf Mineralöl basierende Plastikprodukte. Es soll dabei den gesamten Lebenszyklus eines Produktes berücksichtigen – von der Forschung über die Entwicklung bis zum Recycling.
Vier ökologische Aspekte stehen bei dem Konzept im Mittelpunkt: Klimawandel, Ressourcen-Schonung, Kontrolle der chemischen Substanzen sowie biologische Vielfalt. Bis Ende des Fiskaljahres 2015 möchte Sony bereits Phase 1 des Plans abschließen und die nächsten verbindlichen Ziele für die folgenden fünf Jahre festlegen.
Als eine Maßnahme hat Sony Europe die European Recycling Platform (ERP) gegründet. Diese organisiert die Entsorgung und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten. Mit Unterstützung von Sony konnten über die Plattform allein im Jahr 2008 rund 60.000 Tonnen Elektroschrott in 20 europäischen Ländern gesammelt und recyclet werden.
Das Recycling Aktionen jedoch nicht überall von Sony umgesetzt werden, kritisiert Greenpeace in seinem Green IT Bericht.
Von der Vorbildwirkung noch entfernt
Blickt man auf die Liste "Guide to Greener Electronics" von Greenpeace bleibt noch einiges zu tun. Derzeit (Mai 2010) steht Sony im Mittelfeld der Anbieter und hat gegenüber 2008 drei Plätze eingebüßt. Ihr Wert auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (gut) ist Sony gegenüber 2008 von 7.3 auf 4.9 gesunken. Greenpeace bemängelt in seiner Wertung die fehlende Ausweitung ihrer Rücknahmepolitik in den Nicht-OECD-Ländern und die fehlende Spezifikation für ihre Emissionsgasberechnung.
Nichts desto trotz hat sich Sony ein Umfangreiches Programm zum Ziel gesetzt, auch wenn sich die Ziele bzw. die als Vergleichsmaßstab gesetzten Jahre, für den Leser nicht erschließen. Es lässt vermuten, dass um der schöneren Zahlen wegen, die Ziele an unterschiedliche Jahre gekoppelt werden, anstatt die Ziele am Gesamtvolumen zu messen:
Die Umweltziele von Sony bis 2015 im Überblick:
1) Verringerung des jährlichen Energieverbrauchs aller Produkte um 30 Prozent (im Vergleich zum Fiskaljahr 2008)
2) Verringerung der Produktgewichte um 10 Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
3) Reduzierung des gesamten Abfallaufkommens um 50 Prozent (im Vergleich zum Fiskaljahr 2000)
4) Reduzierung des gesamten Wasserverbrauchs um 30 Prozent (im Vergleich zum Fiskaljahr 2000)
5) Verringerung sämtlicher CO2-Emissionen in Verbindung mit Transport und Logistik um 14 Prozent (verglichen mit dem Fis-kaljahr 2008)
6) Reduzierung des Verpackungsmülls der angelieferten Rohstoffe und Bauteile um 16 Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
7) Ein Anstieg der Recyclingrate der Abfälle auf mindestens 99 Prozent
8) Reduzierung des auf Öl basierenden Plastikanteils in Produkten um fünf Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
9) Bewertung sämtlicher Auswirkungen der Rohstoffbeschaffung und der Gebäudebauweise auf die Artenvielfalt sowie die Förderung von Programmen zur Erhaltung der Artenvielfalt wie beispielweise der Grundwassergewinnung
10) Minimierung des Risikos von chemischen Substanzen durch präventive Maßnahmen. Reduzierung des Gebrauchs spezifischer von Sony definierter Chemikalien und die Förderung der Verwendung alternativer Materialien
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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