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ÖKOLOGIE

Statt bauen auf grüner Wiese: Die Baulücke nützen


Freiburg (18.2.10): Gebäude müssen nicht immer auf der so genannten grünen Wiese entstehen und damit Böden versiegeln. Ein Webportal will freie Baugrundstücke in Baulücken aufzeigen und so städtischen Raum optimaler nutzen.
Die neue Baulücken-Börse > www.baulueckenboerse.de will freie Baugrundstücke in den Innenbereichen der Gemeinden vermarkten. In einem Pilotprojekt haben sich zehn Städte und Gemeinden aus der Region Freiburg zusammen geschlossen und das neue Internetportal eröffnet.

Kurze Wege und eine lebendige Umgebung: Wer in der Nähe der Innenstadt wohnt, kennt diese Vorzüge. Viele Bürgerinnen und Bürger schätzen die Vorteile und fragen daher gezielt nach Wohnraum, der sich nicht in einem Neubaugebiet auf der grünen Wiese, sondern in bestehenden Wohnquartieren in direkter Nachbarschaft zum Ortskern befindet. Diesen Bedürfnissen möchten die Städte und Gemeinden der Region Freiburg entgegen kommen und bieten eben gemeinsam besagte Baulückenbörse an.

In der nun beendeten Pilotphase der Baulückenbörse fanden sich zehn Städte und Gemeinden aus der Region Freiburg zusammen: Eichstetten a. K., Umkirch, Herbolzheim, Waldkirch, Emmendingen, Sulzburg, March, Schallstadt, Kirchzarten und Freiburg i.Br. Sie überprüften in einem ersten Schritt ihr Gemeindegebiet hinsichtlich aller bislang unbebauten Bauflächen im Innenbereich. In einem zweiten Schritt wurden die Eigentümer geeigneter Baulücken vom Bürgermeister angeschrieben und über ihr mögliches Verkaufsinteresse im Rahmen der Baulückenbörse befragt. Die Kommune versteht sich dabei als Vermittler und verlangt für diesen Service keine Gebühren. Ein wichtiger Unterschied zu vielen Angeboten im Internet, da manche Eigentümer explizit wünschen, dass ihre Fläche nicht über eine kommerzielle Seite angeboten wird. Daher sehen sich die Betreiber der Seite auch nicht als Konkurrenz zu bestehenden Online-Immobilienportalen, denn alle in der Börse befindlichen Flächen sind bislang nicht am Markt verfügbar.

"Mit dem Start der Baulückenbörse ist der erste Schritt getan, die umfangreichen Baulandflächen im Innenbereich der Kommunen zu nutzen“, sagt Projektleiter Dr. Matthias Buchert vom Öko-Institut.

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