Insbesondere die Blutwerte für Leber und Nieren - die Organe, die für das Ausscheiden giftiger Stoffe besonders wichtig sind - weisen signifikante Veränderungen auf. Untersucht wurden Rohdaten aus Fütterungsversuchen an Ratten, die Monsanto in Auftrag gegeben hatte. Greenpeace hatte im Jahr 2007 dafür gesorgt, dass ein Teil dieser Daten per Gerichtsbeschluss öffentlich gemacht wurde. Von der Bundesregierung fordert Greenpeace, ein Importverbot und einen Anbaustopp der betroffenen gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU durchzusetzen. Zudem muss Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am nationalen Anbauverbot für Gen-Mais festhalten.
"Die unabhängige Auswertung der Daten von Monsanto zeigt, dass ein Gesundheitsrisiko beim Menschen für den in der EU zugelassenen Gen-Mais tatsächlich nicht ausgeschlossen werden kann", sagt Stefanie Hundsdorfer, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. "Auch Verbraucher werden so zu Versuchskaninchen, damit Monsanto Geschäfte machen kann. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner muss den riskanten Gen-Pflanzen jetzt den Riegel vorschieben.", so Hundsdorfer weiter.
Schon im Jahr 2007 hatten Professor Séralini und sein Team des CRIIGEN (Komitee für Forschung und unabhängige Informationen zu Gentechnik) eine Auswertung von Fütterungsdaten des gentechnisch veränderten Mais MON863 vorgelegt und dabei Hinweise auf gesundheitliche Risiken gefunden. Die neue Untersuchung mit verbesserten statistischen Methoden erhärtet diese Ergebnisse. Sie zeigt zudem, dass auch zwei weitere Gen-Mais-Varianten (NK603 und MON810) nicht als unbedenklich angesehen werden können. Alle Mais-Varianten sind von der europäischen Zulassungsbehörde EFSA als ungefährlich bewertet worden. Vor diesem Hintergrund hält Greenpeace eine neue Risikobewertung aller drei Mais-Varianten für unumgänglich. Derzeit wird auf europäischer Ebene diskutiert, ob die Anbauzulassung von MON810 erneuert wird.
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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